Kinder- und Jugendärzte im Bergischen fordern offene Schulen

Kinder- und Jugendärzte im Bergischen schlagen Alarm: die Politik müsse schleunigst Konzepte entwickeln, um Schulschließungen wie im letzten Schuljahr zu vermeiden. Die Ärzte sprechen von einer erneut drohenden Kindeswohlgefährdung. Der Appell gewinnt durch die aktuellen Infektionszahlen an Dringlichkeit:

Alleine in der vergangenen Woche wurden in beiden bergischen Kreisen rund 200 Schüler und Kita-Kinder positiv auf Corona getestet. NRW-weit waren 30000 Kinder in Quarantäne. Zahlen, auf die laut Björn Hoffmann, Obmann der Kinder- und Jugendärzte im Oberbergischen, Taten folgen müssen: Er spricht immer mehr Kindern, die mit psychischen Schwierigkeiten, Depressionen, Verhaltensauffälligkeiten in die Praxen kommen. Er stellt außerdem bei immer mehr Kindern Übergewicht fest. Belüftungsmöglichkeiten, die über die geförderten Lüftungsanlagen hinausgehen, und eine höhere Impfquote auch unter Erwachsenen könnten die Kinder besser vor Infektionen schützen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte NRW fordert außerdem, Quarantäne-Anordnungen auf möglichst wenige Kinder zu beschränken.

Weitere Meldungen