
Klima-Kleber: Weiter Einschränkungen am Flughafen Köln/Bonn
Mitten in den Sommerferien hat am Mittwoch Morgen der Flugbetrieb am Flughafen Köln/Bonn stillgestanden und es kommt auch weiter zu Einschränkungen: Klima-Aktivisten hatten sich gegen 5:30 Uhr auf dem Rollweg der großen Start- und Landebahn festgeklebt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.07.2024 05:22
Wegen des Polizei-Einsatzes war der komplette Flugbetrieb unterbrochen – 31 Flüge wurden gestrichen, sechs mussten umgeleitet werden, sagt der Flughafen. Nachdem alle Aktivisten vom Rollfeld gelöst wurden, konnte der Flugbetrieb um 9 Uhr wiederaufgenommen werden. Es kam aber den ganzen Tag zu Verspätungen und kommt auch immer noch zu Beeinträchtigungen, heißt es vom Airport.
Tausende Reisende waren von der Aktion der Klima-Aktivisten betroffen – eigentlich hatte der Airport am Mittwoch knapp 38.000 Fluggäste erwartet. Er behält sich vor, Schadensersatz-Ansprüche geltend zu machen.
der Flughafen rät: Reisende sollen sich unbedingt bei ihrer Airline oder dem Reiseveranstalter über ihren Flugstatus informieren.
Um sich festzukleben haben die Aktivisten ein Gemisch aus Sand und Klebstoff genutzt. Drei von ihnen haben direkt auf dem Vorfeld des Flughafens geklebt, zwei weitere in der Nähe der Feuerwache, sagt die Polizei. Sie erwarten Anzeigen unter anderem wegen Hausfriedensbruchs und gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr.
Laut einem Post der Letzten Generation auf der Plattform „X“ ist die Aktion in Köln Teil einer internationalen Protestkampagne, mit der die Gruppe den Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis 2030 fordert. Die Kampagne soll gleichzeitig an Flughäfen in weltweit mehr als zehn Ländern stattfinden.