Klimaneutraler Fleischkonsum

Herbstzeit ist Wildzeit. Viele von uns essen jetzt gerne auch mal ein Stück Wild. Gerichte wie Wildschweinbraten, Rehrücken und Hirschgulasch sind aber nicht nur lecker: Sie können auch noch gut fürs Klima sein, wenn wir mehr Wildfleisch aus der Region und weniger Hausschwein und Rind essen.

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Denn Wildfleisch ist fast klimaneutral. Wild lebt frei im Wald und muss nicht gefüttert werden. Außerdem bekommt es keine Medikamente. Und wenn ihr das Wildfleisch auch noch hier bei uns im Bergischen kaufen könnt, dann fällt sogar der Transport fast weg. Wenn ihr beim Metzger also mal einen Wildschweinbraten bekommen könnt, dann greift ruhigen Klimagewissens zu. Wie ihr an Wildschweinfleisch kommt, kann euch der örtliche Jäger sagen, oder ihr fragt einfach mal in eurer Metzgerei nach.

Den Speiseplan mit Wild zu ergänzen, klappt wunderbar. Wildschwein schmeckt auch gar nicht so anders als Hausschwein. Dazu kommt, dass Wildfleisch sehr fettarm, dafür aber reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist. Außerdem fressen Wildtiere auch nur das, was ihnen gut tut und sind nicht mit Medikamenten vorbelastet.

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Durch die Überpopulation konnten sich zum Beispiel Wildschweine in den letzten Jahren stark vermehren. Teilweise kommen die Jäger gar nicht nach, ihre Quoten zu erfüllen. Wenn wir jetzt also mehr Wildschwein essen, führt das nicht direkt dazu, dass es bald keine mehr davon im Bergischen gibt.

Nur noch Bio-Wildfleisch aus dem Bergischen zu essen, ist aber keine Alternative. Denn wenn wir das machen würden, hätten wir künftig das nächste Problem: Leere Wälder. Es gilt also weiterhin: Insgesamt weniger Fleisch essen und wenn dann öfter mal auf Wildfleisch aus dem Bergischen zurückgreifen.

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