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Bergischer HC - SC Magdeburg
© Federico Gambarini/dpa
Für den Bergischen HC ist der Einzug ins Pokalfinale der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.
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«Klinisch tot»: Bergischer HC schafft Handball-Sensation

Dem Bergischen HC gelingt einer der größten Handball-Coups der letzten Jahre. Der Bundesliga-Aufsteiger schaltet im DHB-Pokal Topfavorit Magdeburg aus. Im Endspiel wartet nun der deutsche Meister.

Veröffentlicht: Samstag, 18.04.2026 19:30

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Pokal-Halbfinale

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Köln (dpa) - Topfavorit SC Magdeburg ist im Halbfinale des DHB-Pokals sensationell ausgeschieden und hat das Traumfinale gegen die Füchse Berlin verpasst. Im Handball-Kessel von Köln verlor der Tabellenführer der Bundesliga und Champions-League-Sieger gegen den Bergischen HC nach Siebenmeterwerfen mit 30:31. Magdeburg hat damit keine Chance mehr auf das Triple aus Pokalsieg, deutscher Meisterschaft und Königsklasse.

Die Fans des BHC träumen nun vom ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Im Finale am Sonntag (15.45 Uhr/ARD und Dyn) trifft die Mannschaft aus Wuppertal/Solingen dann auf den deutschen Meister Berlin. Der Sieg gegen Magdeburg ist eine der größten Sensationen im Handball in den vergangenen Jahren und schon jetzt der größte Erfolg in der BHC-Historie. 

BHC-Keeper: «Keine Ahnung, wie wir schlafen sollen»

Keeper Christopher Rudeck sprach von einem «wahnsinnigen, unbeschreiblichen» Gefühl. «Es ist unfassbar. Viele Jungs waren klinisch tot. Das ist an so einem Tag scheißegal. Keine Ahnung, wie wir schlafen sollen. Wir haben die Chance, mit dem BHC einen Titel zu holen und das ist unfassbar», schwärmte Rudeck, der mit Noah Beyer zu den besten BHC-Akteuren gehörte.

Vor rund 20.000 Zuschauern hatte es nach der regulären Spielzeit 22:22 (11:11) gestanden, am Ende der Verlängerung 27:27. Auch wenn sich der SCM schon in der HBL gegen den Aufsteiger schwergetan hatte, rechnete so gut wie niemand mit diesem Coup. «Absolut verdient», bilanzierte Ikone Stefan Kretzschmar. Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson sprach von «Handball-Geschichte». 

Der SCM schwächelte nicht nur in der Crunchtime vom Punkt. Schon in der regulären Spielzeit hatten die Elbestädter einige Siebenmeter vergeben. «Wir lassen heute vier im normalen Spiel liegen. Da muss ich bei 30:31 nicht viel rechnen, woran es noch gelegen haben könnte», sagte Trainer Bennet Wiegert. 

Nicht Gidsel: Dieser Däne überragt bei Berlin

Die Berliner um Welthandballer Mathias Gidsel hatten sich zuvor mit 39:36 (20:16) gegen den TBV Lemgo Lippe durchgesetzt. Lasse Andersson war mit elf Toren bester Werfer der Füchse. Bei Lemgo traf Tim Suton achtmal.

Die Füchse hatten zunächst Schwierigkeiten ins Spiel zu finden und lagen früh zurück, Torwart Dejan Milosavljev überzeugte jedoch mit starken Paraden und half dabei, eine zwischenzeitliche Vier-Tore-Führung aufzubauen. Nach der Halbzeit wuchs der Vorsprung sogar auf fünf Tore an, doch durch viele Fehler ließen die Füchse Lemgo wieder herankommen. Am Ende schafften es die Berliner dennoch, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.

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© dpa-infocom, dpa:260418-930-962649/3
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Bergischer HC - SC Magdeburg
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Die Entscheidung im Halbfinale zwischen Magdeburg und dem BHC fiel erst im Siebenmeterwerfen.
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Bergischer HC - SC Magdeburg
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Einer der besten Spieler beim Bergischen HC: Noah Beyer.
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TBV Lemgo Lippe - Füchse Berlin
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Die Füchse Berlin kämpfen am Sonntag um den Pokaltitel.
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Bergischer HC - SC Magdeburg
© Federico Gambarini/dpa
Duell auf Augenhöhe zwischen dem SC Magdeburg und dem Bergischen HC.
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Bergischer HC - SC Magdeburg
© Federico Gambarini/dpa
Trainer Markus Pütz feiert den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte des BHC.
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