
Knapp 3-jähriger nach Bahnunfall weiter in Lebensgefahr
Der kleine Junge, der am Mittwoch bei einem Bahnunfall in Engelskirchen-Albertsthal schwer verletzt wurde, liegt auf der Intensivstation. Das hat die Bundespolizei auf Radio Berg Nachfrage mitgeteilt. Lebensgefahr könne nicht ausgeschlossen werden. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.08.2019 13:30
Der Junge werde rund um die Uhr betreut, er schwebe aber weiterhin in Lebensgefahr, heißt es von einer Sprecherin der Bundespolizei. Der knapp 3 Jährige war am Mittwochvormittag von einer Regionalbahn erfasst und schwer am Kopf verletzt worden. Laut Polizei waren zwei Väter mit ihren Kindern zu einem Angelausflug unterwegs. Dabei liefen sie die eingleisige Bahnstrecke zwischen Engelskirchen und Overath entlang. Trotz Schnellbremsung konnte ein Bahnfahrer der RB25 den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Junge musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Kölner-Klinik geflogen werden.
Ermittlungen dauern an - weitere Zeugenbefragungen stehen aus
Die Befragung des Vaters und auch des Lokführers stehen noch an. Der Lokführer ist mit einem Schock ins Krankenhaus gekommen, er wird von einem Seelsorger betreut und ist zurzeit nicht vernehmungsfähig.
Keine Einschränkungen im Zugverkehr mehr
Zugreisende mussten sich zwischenzeitlich zwischen Engelskirchen und Overath auf Behinderungen einstellen. Die Züge aus Richtung Köln/Messe Deutz und auch die Züge aus Richtung Meinerzhagen endeten und starteten in Overath. Die Strecke musste knapp zwei Stunden gesperrt werden. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Der Unfallzug mit rund 90 Fahrgästen konnte nach knapp anderthalb Stunden weiter fahren. Der Zugverkehr zwischen Engelskirchen und Overath fährt mittlerweile wieder ohne Einschränkungen. Der Unfall ereignete sich am Mittwoch um 11:00 Uhr in Engelskirchen-Albertsthal.
Polizei warnt vor dem Betreten von Gleisen
Nach diesem tragischen Unfall rät die Bundespolizei wiederholt, niemals unbefugt die Gleise zu betreten. Herannahende Züge werden kaum oder gar nicht wahrgenommen und haben bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h einen Bremsweg von ca. 1000 Metern. Hinweise zum Verhalten an Bahnanlagen sind auf der Homepage der Bundespolizei unter www.bundespolizei.de einsehbar.