
Kölner Polizei gut auf Straßen-Karneval vorbereitet
Damit die vielen Tausend Jecken in Köln möglichst friedlich feiern können, müssen viele Tausend andere viel und lange arbeiten. Hunderte Mitarbeitende des Ordnungsdienstes sind im Einsatz, sie werden von bis zu 1.200 privaten Sicherheitskräften unterstützt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 27.02.2025 05:01
Auch die Polizei schickt mit 1.500 zusätzlichen Frauen und Männern ein Großaufgebot auf die Straße. Einsatzleiter Martin Lotz sagte, man wolle vor allem das Messerverbot durchsetzen und entsprechend kontrollieren. Sein Appell: "Lasst die Messer zu Hause, und verzichtet auf täuschend echt aussehende Waffen in euren Kostümen." Denn wenn die Polizei sich nicht unnötig um Messer-Kontrollen oder Schlägereien kümmern muss, so Lotz, könnte sie sich auf die wichtigen Sachen, die Sicherheitslage, konzentrieren. Denn die sei nicht zuletzt durch die jüngsten Anschläge angespannt. Die IS-Drohungen der letzten Tage gegen den Kölner Karneval bewertet Lotz als den Versuch, uns Angst zu machen:
In erster Linie geht es vermutlich darum, die Bevölkerung zu verunsichern, dafür zu sorgen, dass vom Feiern möglichst Abstand genommen wird. Aus unserer Sicht ist das aber kein Grund. Wir sind der Ansicht, dass wir mit unserer Sicherheits-Konzeption gut aufgestellt sind und die Polizei Köln sicheres und ausgelassenes Feiern ermöglicht.
Allerdings sollen alle, die verdächtige Beobachtungen machen, sich bei der Polizei melden.
Maßnahmen von Feuerwehr und Ordnungsamt
Auch die Kölner Feuerwehr rechnet mit mehr Arbeit als sonst. Sie will mehr Rettungsfahrzeuge vorhalten. Außerdem werde die Leitstelle mit mehr Personal verstärkt und am Rautenstrauch-Joest-Museum wird eine temporäre zusätzliche Rettungswache aufgebaut, um kürzere Weg zu haben. Das Berufskolleg Humboldtstraße wird wieder zum Notfallversorgungszentrum aufgebaut. Damit hat die Stadt gute Erfahrungen gemacht. Denn die Krankenhäuser in der Innenstadt sind erfahrungsgemäß an Karneval stark ausgelastet.
Das Ordnungsamt wird in diesem Jahr wieder Testkäufe machen, um zu schauen, welcher Händler illegal Alkohol an Kinder und Jugendliche verkauft. Die Zahl der WC-Anlagen ist auf rund 1.000 aufgestockt worden, der Kampf gegen Wildpinkler ist ein weiterer Schwerpunkt.