
Konjunktur: Wachstum auch im Bergischen gedämpft
Steigende Energie- und Rohstoffpreise und die unsichere weltpolitische Lage dämpfen das Wachstum der Unternehmen im Bergischen und der Region. Das ist das wenig überraschende Ergebnis der aktuellen Konjunktur-Umfrage der IHK Köln. In Oberberg spricht fast jedes Vierte Unternehmen von einer schlechten Lage - in Rhein-Berg sind es sogar 30 Prozent. Damit hat sich der Wert im Vergleich zum Jahresbeginn mehr als verdoppelt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.05.2022 14:12
Vor allem die oberbergische Industrie hat aktuell zu kämpfen - auch mit Lieferengpässen. So lange der Ukraine-Krieg weitergeht, herrsche in der Branche eine große Unsicherheit. Wie es mit der Konjunktur weitergehe, sei schwer zu sagen, sagt Michael Sallmann von der IHK Oberberg. Trotzdem spricht im gesamten Bezirk immer noch fast die Hälfte aller Betriebe von einer befriedigenden Lage.
In beiden bergischen Kreisen ist die Investitions-Bereitschaft gesunken und auch der Blick in die Zukunft ist deutlich weniger optimistisch als zuletzt. In Oberberg rechnen 34 Prozent der Betriebe mit einer Verschlechterung ihrer Lage, in Rhein-Berg 56.
Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Branchen: während in der Industrie eher ein Stellenabbau erwartet wird, soll unter anderem in der Gastronomie mehr Personal eingestellt werden. Dieser Branche geht es deutlich besser als zuletzt, während sich die Lage unter anderem in der KfZ-Branche deutlich verschlechtert hat.
Als aktuell größtes Risikio bewerten 81 Prozent der Betriebe im IHK Bezirk Köln aktuell die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise, für mehr als die Hälfte bleibt auch der Fachkräftemangel weiterhin ein großes Problem.