
Kontaktverfolgung läuft trotz hoher Inzidenzen
Die Inzidenzen steigen und steigen. Der Rheinisch-Bergische Kreis hat den Sprung über die 600er-Marke gemacht und liegt heute bei knapp 659. Oberberg ist bei fast 544 angekommen. Die Kontaktnachverfolgung der Corona-Infizierten wächst vielen Kreisen über den Kopf.
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.01.2022 05:34
Bei uns im Bergischen ist man ebenfalls am Limit, aber man bekomme noch alles gestemmt, heißt es aus Rhein- und Oberberg.
Vor allem der Rheinisch-Bergische Kreis arbeitet gerade unter Hochdruck: Hätten wir nicht unser System umgestellt, müssten wir jetzt auch kapitulieren, sagte uns eine Sprecherin des Kreises. Infizierte werden nicht mehr angerufen, sondern bekommen einen standardisierten Brief, auf den sie antworten und ihre Kontakte angeben müssen. In dem Schreiben sind auch direkt die häufigsten Fragen geklärt, sagt der Kreis. Dadurch sei die Ablauf-Orga deutlich verschlankt. Man habe aber trotzdem das Personal aufgestockt.
Auch im Oberbergischen arbeiten zurzeit 30 Mitarbeiter einschließlich Bundeswehrsoldaten in Vollzeit 7 Tage die Woche an der Kontaktnachverfolgung Corona-Infizierter. Auch hier läuft die Datenerfassung jetzt über ein Online-Formular.