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Kreishandwerkerschaft kritisiert Azubi-Mindestlohn
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Kreishandwerkerschaft kritisiert Azubi-Mindestlohn

Der neue Mindestlohn für Azubis sorgt für Kritik des Bergischen Handwerks. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch beschlossen, dass Auszubildende ab dem kommenden Jahr mindestens 515 Euro bekommen sollen.

Die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land bezeichnet den Beschluss als überflüssig. Denn die Partner der jeweiligen Tarifkommissionen hätten viele Jahre ohne Einmischung der Politik erfolgreiche Abschlüsse erzielt, sagt Hauptgeschäftsführer Marcus Otto. Außerdem zahle das Handwerk 2019 ohnehin schon den neuen Mindestlohn. Er verweist darauf, dass die Ausbildungsvergütung weder ein „Lohn“ noch ein „Gehalt“ sei. Auszubildende seien keine voll einsatzfähigen Arbeitskräfte und jeder Handwerksbetrieb müsse seine Ausgaben unternehmerisch rechnen und durch Kundenaufträge einnehmen. Laut Bundesagentur für Arbeit haben Ende 2017 bundesweit sieben Prozent aller Auszubildenden weniger als 500 Euro im Monat erhalten.

Veröffentlicht: Mittwoch, 15.05.2019 14:26

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