Kürtener Gesamtschule: Planungsstopp beschlossen

Aus der Traum von einer schicken, kernsanierten Gesamtschule mit generalüberholter Sülztalhalle in Kürten. Das Projekt hätte mehr als 60 Millionen gekostet mit Tendenz nach oben – zu viel für Kürten.

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Das finden vor allem SPD, CDU und FDP.

Nach drei Jahren intensiver Planung und vielen Diskussionen hat der Rat gestern mit großer Mehrheit einen Planungsstopp beschlossen. Stattdessen sollen Arbeitsgruppen kostengünstige Alternativen entwickeln. Der Kostendeckel liegt jetzt bei 40 Millionen Euro für eine Teil- statt einer Kernsanierung der Schule. Eltern sind entsetzt. Und auch Bürgermeister Willi Heider ist enttäuscht über diese Entscheidung: 

Alle bisherigen Beschlüsse sind fast einstimmig gefasst worden. Dass die Politik auch irgendwo fragt: Kann das noch finanziert werden für die Zukunft? Das ist von meiner Seite verständlich, aber jetzt die Sanierung dadurch weiter zu verzögern, kann ich nicht gutheißen.

Schulleiter Markus Hintze-Neumann befürchtet, dass mit der Summe von 40 Millionen nicht alles saniert werden kann:

Im Dach ist halt Wasser drin. Es gibt zum Beispiel nur auf der einen Seite eine Verdunkelungsmöglichkeit, auf der anderen Seite wird es am Nachmittag richtig heiß im Unterricht. Die Fenster sind auch aus den Siebzigern. Da zieht es überall durch.

Als erstes soll jetzt schnell für weitere Räume gesorgt werden. Das Ziel ist sportlich: Bis zum Beginn des kommenden Schuljahres soll ein bis jetzt noch gar nicht existierender Erweiterungsbau bezugsfertig sein.

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