#KuhKussChallenge: Warum das keine gute Idee ist

Durch die Sozialen Medien geistert gerade eine neue Challenge. Kuh küssen, Foto machen, in der schweizer App Castl posten. Für jedes Foto wird Geld für den guten Zweck gespendet. Landwirt Peter Büchel warnt jedoch, dass nicht jede Kuh geküsst werden möchte.

© Brigitte Mackscheidt

Kühe sind zwar nicht grundsätzlich gefährlich, können es aber werden. Peter Büchel hat einen Milchviehbetrieb in Odenthal-Voiswinkel. Er bekommt bei dem Gedanken, dass Menschen mit Selfiesticks auf seine Wiesen stürmen, Bauchschmerzen.

"Wir haben auch manchmal einen Deckbullen mitlaufen."

Und das kann gefährlich werden. Aber auch Muttertiere freuen sich nicht gerade über ungebetenen Besuch. Darüber hinaus seien die Tiere auf der Weide meistens nur an den Landwirt gewöhnt. Auch nicht jede Kuh will geküsst werden - wird sie bedrängt, setzt sie ihren Kopf auch als Rammbock ein und stürmt davon. Wer trotzdem so waghalsig ist und sein Glück versucht, muss zumindest bei Peter Büchel mit den Konsequenzen leben.

"Vollkommener Platzverweis. Klipp und klar."

Inzwischen hat auch die österreichische Landwirtschaftsministerin, Elisabeth Köstinger, davor gewarnt, an der Challenge teilzunehmen. Weiden seien kein "Streichelzoo".

Wo ihr Kühen näher kommen könnt

Auf Nachfrage zeigt Peter Büchel Interessierten gerne den Stall, wo ihr Kühen in sicherer Umgebung näher kommen könnt.

In Nümbrecht-Berkenroth dürft ihr tatsächlich mit Kühen kuscheln. Dort gibt es einen Hof, auf dem die Kühe von klein auf an den Kontakt mit Menschen gewöhnt sind.

© Radio Berg

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