
Lage im bergischen Wald außer Kontrolle
Nach dem zweiten extremen Trockenjahr in Folge wird die Lage in den bergischen Wäldern immer dramatischer, heißt es vom Regionalforstamt Bergisches Land. Die Vermehrung des Borkenkäfers sei aktuell außer Kontrolle.
Veröffentlicht: Dienstag, 27.08.2019 04:35
Mit forstlichen Maßnahmen ist die Situation nicht mehr in den Griff zu bekommen. Die Lage in den bergischen Wäldern ist katastrophal, sagt das Regionalforstamt. Seit Juni hätten die Schäden durch den Borkenkäfer nochmals rasant zugenommen und es wird noch schlimmer: Die 2. Borkenkäfergeneration wird in Kürze schlüpfen und dann die noch gesunden Bäume befallen, so die Prognose des Amtes.
Man komme mit der Arbeit nicht mehr nach: Die Kapazitäten, um das befallene Käferholz abzutransportieren, sind begrenzt. Die Sägeindustrie arbeitet ebenfalls an der Auslastungsgrenze und auch die bergischen Förster sind überlastet.
Inzwischen ist sogar die anpassungsfähige Buche massiv durch die Trockenheit geschädigt. Das ist bedrohlich für das komplette Waldökosystem, sagt das Forstamt.
Der Idee, die Bundeswehr könne in den Wäldern zum Einsatz kommen, steht das Regionalforstamt aber eher skeptisch gegenüber.