
Radio Berg ist ein sehr familienfreundlicher Sender. Auch ich als Neuling im Team habe das sofort gemerkt. Doch als Redakteurin Alex Pesch an einem Morgen in den Sommerferien mit Verstärkung in den Raum kam, da habe ich nicht schlecht gestaunt. Die kleine Ausgabe von Alex stand plötzlich im Großraumbüro. Alex hatte ihre zehnjährige Tochter dabei, die Ferien hatte und nicht alleine zu Hause bleiben konnte. Jetzt ist es aber natürlich so, dass wir in der Redaktion viel zu tun haben – also hat die Kleine auch eine Aufgabe bekommen: Sie sollte ein Bild malen. Auf der Suche nach einem geeigneten Motiv schallte es plötzlich „Mal doch mal den Lars“ durch die Redaktion. In meinem Arbeitsalltag habe ich ja schon Einiges erlebt. Doch während der Arbeit gemalt zu werden, das war auch für mich neu. Da ich die Zeichenkünste nicht einschätzen konnte, war ich auf das Ergebnis sehr gespannt. Zuerst bin ich während meiner Arbeit in den Nachrichten ganz genau beobachtet worden. Die Künstlerin hat sich viel Zeit gelassen, weil sie möglichst alles detailgenau zeichnen wollte. Das Ergebnis sah mir verblüffend ähnlich. Ich am Schreibtisch vor meinem Computer, sogar die Klamotten waren exakt so, wie ich sie anhatte. Aber das Beste: Sie hat sogar meinen vollständigen Namen richtig geschrieben. Das hat sie den meisten Kolleginnen und Kollegen hier in der Redaktion voraus, denn mein Zweit-Name „Henrik“ wird gerne mal mit einem „d“ in der Mitte oder einem „ck“ am Schluss geschrieben. Umso mehr hat sie sich dann den Griff in die Süßigkeiten-Schublade der Redaktion verdient. Weil ich das Bild behalten durfte, ziert die Zeichnung nun mein Zimmer. Ich muss immer wieder lächeln, wenn ich dieses Bild sehe.