
In der Doku erzählen James Safechuck (40) und Wade Robson (36), wie der 2009 gestorbene Sänger sie als Kinder missbraucht habe. "Er war einer der gütigsten, sanftesten, liebevollsten Menschen, die ich kannte", sagt Wade Robson in der Dokumentation. "Und er hat mich über sieben Jahre sexuell missbraucht."
ProSieben zeigt Doku zur besten Sendezeit
ProSieben-Chefredakteur Stefan Vaupel sagt zu der Doku: "Kindesmissbrauch ist eins der größten gesellschaftlichen Tabu-Themen unserer Zeit. Kirche, Künstler und andere haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder das Schweigen ihrer Opfer erkauft. Deshalb zeigen wir "Leaving Neverland" auf ProSieben."
Doku und Reaktionen zeigten, wie groß das Interesse an Michael Jackson noch immer sei.
Kritik an Doku reißt nicht ab
In den USA waren die Zuschauer gespaltener Meinung. Viele verteidigten Jackson, andere kündigten an, nie wieder seine Musik zu hören. Andere Regisseure kritisierten, das FBI habe Jackson mehr mehr als zehn Jahre überwacht und nichts gefunden, was den Vorwurf des Kindesmissbrauchs belege. Auch die Erzählart aus Perspektive der Opfer wurde kritisiert.
Grobe Mängel gefunden
Mittlerweile kommen auch tiefgreifende Fehler in der Doku dazu: So sagt das vermeintliches Opfer Safechuck in der Dokumentation, es sei zwischen 1988 und 1992 auf der Neverland Train Station mehrmals misshandelt worden. Die Station wurde aber erst nachweislich 1994 gebaut.
Das andere vermeintliche Opfer Robson sagt, es sei 1990 bei Jackson gewesen, während seine Familie im Urlaub war. Robsons Mutter hat vor Gericht ausgesagt, die ganze Familie sei im Urlaub gewesen und Robson bis 1993 nie allein mit Jackson auf dessen Ranch gewesen.
