
Lindlar: Urteil gegen falsche Polizisten erwartet
Sie sollen als falsche Polizisten Senioren unter anderem in Lindlar um insgesamt fast 380.000 Euro gebracht haben. Am Donnerstag soll im Prozess gegen vier junge Männer das Urteil am Kölner Landgericht fallen. Die Plädoyers sind bereits gehalten worden.
Veröffentlicht: Donnerstag, 26.06.2025 04:34
Vor allem bei einem der Männer hat es die Forderung der Staatsanwaltschaft in sich: Er soll für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Dabei hat die Anklage schon strafmildernd einfließen lassen, dass durch seine Mitarbeit zwei Hintermänner der Betrugsmasche identifiziert werden konnten.
Da die anderen drei Angeklagten zur Tatzeit jünger als 21 waren, wurden hier geringe Strafen gefordert: Für sie stehen Jugendstrafen zwischen acht Monaten und drei Jahren auf Bewährung sowie eine zweijährige Jugendstrafe ohne Bewährung im Raum.
Das wird den Männern vorgeworfen
Die vier Männer im Alter zwischen 23 und 24 Jahren sind wegen gewerbsmäßigen Banden-Betrugs angeklagt. 2022 sollen sie sich zu einer Bande zusammengeschlossen zu haben. Das Ziel: Senioren betrügen. Insgesamt vier Mal soll das Quartett erfolgreich gewesen sein: Ein Senior und eine Seniorin sollen ihnen Gold im Wert von insgesamt über 175.000 Euro übergeben haben.
Ein Rentner-Ehepaar soll gleich doppelt bezahlt haben: 50.000 Euro Bargeld und Goldbarren im Wert von 140.000 Euro. Die Masche der Männer soll altbekannt gewesen sein: Sie sollen ihre Opfer als angebliche Polizisten am Telefon davon überzeugt haben, dass ihre Wertsachen in Gefahr sind und zur Sicherheit an die Polizei übergeben werden müssten.