
LKW-Protest gegen Spritpreise: Wenig Auswirkungen
LKW-Fahrer in unserer Region protestieren am Mittwoch gegen die hohen Spritpreise. Die Aktion fällt aber deutlich kleiner aus, als vorab angekündigt. Es sind deutlich weniger LKW unterwegs als befürchtet und es soll auch keine Blockaden geben, wie zuerst angekündigt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 16.03.2022 12:34
Die Lkw haben nur ihr Tempo reduziert und wollen so den Verkehr auf den Autobahnen ausbremsen. Die LKW-Fahrer, die eigentlich am Nachmittag die Autobahnen rund um Köln lahmlegen wollten, sind jetzt in der Innenstadt unterwegs, um gegen die hohen Spritpreise zu demonstrieren.
Spediteure aus dem Bergischen hatten von vorneherein nur geplant, den Straßenverkehr durch bewusst langsames, spritsparendes Fahren zu entschleunigen. Im Oberbergischen ist unter anderem ein Transportunternehmen aus Marienheide mit fünf LKW stark verlangsamt unterwegs. Der Spediteur Uwe Steiner aus Siegen hat die Aktion „Langsam Fahren“ organisiert. Er hofft auf das Verständnis der Autofahrer: Man kämpfe für alle, die gerade so viel für Sprit zahlen müssen, sagt Steiner.
Der Spediteur grenzt sich von den LKW-Fahrern ab, die heute den Verkehr auf den Autobahnen durch vorgetäuschte Pannen blockieren wollten.
Auch die Polizei hatte im Vorfeld vor möglichen gefährlichen Situationen auf den Autobahnen gewarnt: Langsam fahrende oder stehende Fahrzeuge könnten zu unvorhersehbaren Reaktionen anderer Verkehrsteilnehmer und zu schweren Unfällen führen, so die Kölner Polizei. Teilnehmern der Aktion drohten Anzeigen. Daraufhin sind die Blockaden abgesagt worden.