Mähen mit der Sense

Statt den Rasenmäher anzuschmeißen, die Wiese mit der Sense zu mähen ist alles andere als pure Nostalgie. Es ist vor allem viel insekten-freundlicher, sagt Hartmut Winkels aus Windeck. Er ist als Sensenlehrer in ganz Deutschland unterwegs und bringt auch immer mehr Menschen im Bergischen das Mähen mit der Sense bei.

© Radio Berg
Rasenmähen ist ein ganz brutaler Akt und wenn sie es in der Vollsonne machen, und üblicher Weise macht man es, wenn es trocken ist, dann bringen sie mindestens die Hälfte der Insekten um, die dort leben. Wenn die alle laut schreien könnten, würden viele Menschen sich das überlegen, Mit der Sense erwischen sie außer hier und da eine Nacktschnecke nichts. Weil die Insekten alle Zeit der Welt haben, über die Klinge hinweg zu hüpfen.

Auch Gartenbesitzer mit nur kleinen Rasenflächen wollen das Sensen lernen, erzählt Hartmut. Weil sie zum Beispiel für Schmetterlinge und Insekten eine kleine Wildblumenwiese angelegt haben. Die ist zu hoch, um sie mit dem Rasenmäher zurechtzustutzen.

Die Nachfrage ist riesig, ich denke von Jahr zu Jahr, jetzt geht nicht mehr und es wird doch wieder mehr. Mein jüngster Teilnehmer war 9, der Älteste 84. Männern wie Frauen, Obstwiesenbesitzer, Kleintierhalter, aber auch Pferdeleute kommen. Ganz bunt gemischt,

Die Sense stinkt nicht nach Benzin und macht keinen Lärm

Außerdem tut Mähen mit der Sense nicht nur den Insekten und den Grashalmen gut, sondern auch dem, der es macht, meint Helmut:

Es ist ein ganz tolles Naturerlebnis, morgens früh, sonntags um 6 Uhr, wenn die Nachbarn alle noch schlafen, in die taufrische Wiese und mit der Sense mähen, das ist toll!

Kurse von Hartmut Winkels gibt es an folgenden Terminen im Bergischen:

9.7. Wipperfürth-Gremmelbach: Dengeln

10.7. Wipperfürth-Gremmelbach: Mähen

11.7. Windeck: Mähen und Dengeln

12.7. Wiehl-Bielstein: Mähen und Dengeln

8.8. Freilichtmuseum Lindlar

Mehr Infos findet ihr hier.