
© Brigitte Mackscheidt
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Der Grund für die Mahnwache sind die aktuellen Übergriffe auf Juden in Deutschland, die von verschiedensten Gruppierungen für die Politik Israels verantwortlich gemacht werden. Das sei verlagerter Antisemitismus, so die ebenfalls anwesende bergische SPD-Politikerin Michaela Engelmeier. In der Israelkritik werde uralter Judenhass verpackt.
Die Hemmschwelle für Antisemitismus falle mehr und mehr, sagt Veranstalterin Marion Reinecke:
Früher hat man sich noch etwas zurückgehalten. Ich sehe jetzt teilweise überhaupt keine Hemmungen mehr, wirklich antisemitische Sprüche loszulassen. Und da kommen wirklich ganz üble Sprüche: Ab in die Gaskammern oder sonstiges. Und das ist wirklich unerträglich.
Jüdische Kinder sollten im Bergischen angstfrei zur Schule gehen können, so Reinecke. Das sei nicht mehr der Fall. Die einzige Möglichkeit, ein Fortschreiten der Entwicklung zu stoppen sei, dass niemand Antisemitismus dulde.
Die vergleichsweise vielen Teilnehmer*innen wertete Reinecke als Erfolg.
Für mich ist das heute schon bewegend, ein Statement und die Hoffnung, dass es so bleibt. Noch schöner, wenn wir nicht mehr zusammenkommen müssen. Aber ich hoffe, dass die Menschen verstanden haben, dass wirklich jetzt für bleibendes jüdisches Leben in Deutschland wirklich jeder gefragt ist.
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