
Mehr Einschätzungsverfahren bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
Es gibt immer mehr Verfahren zur Einschätzung von Kindeswohlgefährdung. Die Jugendämter in NRW haben im vergangenen Jahr rund 75.000 solcher Verfahren durchgeführt - elf Prozent mehr als 2024, so das Statistische Landesamt IT.NRW.
Auch im Bergischen steigen die Zahlen - aber unterschiedlich stark.
Veröffentlicht: Freitag, 17.07.2026 12:12
Im Oberbergischen Kreis wurden 2025 insgesamt 1.201 Einschätzungsverfahren durchgeführt, rund neun Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders auffällig: Die Zahl der Fälle, in denen das Jugendamt eine akute Kindeswohlgefährdung festgestellt hat, hat sich dort fast verdoppelt - von 96 auf 180. Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist das Bild gemischter: Die Gesamtzahl stieg leicht von 1.048 auf 1.102 Verfahren. Die Zahl der akut gefährdeten Kinder ging dort aber zurück - von 250 auf 212.