Mehr Fälle von Kindeswohlgefährdung in Rhein-Berg

Im Rheinisch Bergischen Kreis hat es im letzten Jahr mehr Fälle von Kindeswohlgefährdung gegeben als im Vorjahr. Das geht aus den neusten Zahlen der Landesstatistiker hervor. Demnach mussten die Jugendämter in rund 1060 Fällen eine Einschätzung der Gefährdung von Kindern vornehmen. 

Bei der akuten Kindeswohlgefährdung sind die Fallzahlen in Rhein-Berg deutlich nach oben gegangen. Dazu zählt beispielsweise Vernachlässigung oder Gewalt in körperlicher oder psychischer Form. Auch bei der latenten Gefährdung sind die Zahlen gestiegen. Hier konnten die Jugendämter zwar keine unmittelbare Gefahr für die Kinder feststellen, sie aber auch nicht ausschließen. Im Oberbergischen haben sich die Zahlen dagegen anders entwickelt: Hier haben die Verfahren insgesamt etwas abgenommen und es bestand seltener eine latente Gefahr für die Kinder. Die Zahl der akuten Gefährdungen hat aber auch hier zugenommen.