
Mehr häusliche Gewalt durch Corona-Krise befürchtet
Die Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer "Weißer Ring“ fürchtet eine deutliche Zunahme von häuslicher Gewalt. Das Corona-Virus zwinge die Menschen, in den Familien zu bleiben - hinzu kämen finanzielle Sorgen oder Zukunftsängste.
Veröffentlicht: Freitag, 03.04.2020 04:37
Diese Spannungen können sich in Gewalt entladen, heißt es vom Weißen Ring. Man kenne das von Weihnachten beispielsweise, wo die Menschen tagelang zu Hause sind. Jetzt seien die Stressfaktoren aber noch höher und man rechne mit dem Schlimmsten. Die aktuellen Zahlen der Polizei im Bergischen zeigen bisher keinen Anstieg - in Oberberg sind die Fälle häuslicher Gewalt konstant niedrig, im Rheinisch-Bergischen rechnet man, so wie landesweit, sogar mit einem Rückgang. Der Weiße Ring sagt: Die Zahlen werden erst später steigen - Opfer würden sich nicht melden, solange sie mit den Tätern auf engstem Raum leben.
Der Weiße Ring hat für Fragen rund um Corona eine Info-Seite eingerichtet: www.weisser-ring.de/corona, bundesweite Rufnummer: 116 006 (Erreichbar von 7 bis 22 Uhr).
Die Frauenberatungsstelle Bergisch Gladbach steht telefonisch unter 02202-45 112 und online unter www.frauenberatungsstelle-online.de für Beratungen zur Verfügung, die Mädchenberatungsstelle unter 02202-98 91 155 und online unter www.maedchenberatung-online.de. Aktuelle Informationen - insbesondere zum Thema Gewalt gegen Frauen/Mädchen - gibt es auf die Webseiten http://www.frauenhelfenfrauen-gl.de/) und https://www.maedchenberatung-bgl.de/ sowie auf ihrer Facebook-Seite.