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Missbrauch: Erzbistum soll Rekord-Schmerzensgeld zahlen
Symbolbild: KI-generiert
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Missbrauch: Erzbistum soll Rekord-Schmerzensgeld zahlen

Es wird eine Entscheidung mit Signalwirkung für viele andere Opfer: Das Kölner Oberlandesgericht will das Erzbistum Köln wegen eines besonders schweren Falls von sexuellem Missbrauch zu einem Schmerzensgeld von 500.000 bis 600.000 Euro verurteilen. Das wäre eine Rekordsumme. Dabei geht es um einen Priester, der auch in Gummersbach tätig war.

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Geklagt hat die ehemalige Pflegetochter des Priesters: Sie war in den 1970er und 80er Jahren schwer von ihm missbraucht worden. Er soll sich auch an weiteren Mädchen unter anderem in Gummersbach vergangen haben.

Am Kölner Landgericht war die Frau in erster Instanz mit ihrer Forderung nach 830.000 Euro Schmerzensgeld gescheitert. Laut Gericht hatte der Priester mehr oder weniger als Privatperson gehandelt. Das sieht das OLG anders: Laut dem vorsitzenden Richter könne man schon so weit gehen zu sagen, dass die Taten in Ausübung des Priesteramtes erfolgt seien.

Der Priester wurde zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Das Erzbistum hat der Frau bereits eine freiwillige Entschädigung von 360.000 Euro gezahlt. Die Entscheidung im aktuellen Verfahren soll am 26. November verkündet werden.

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