
Missbrauchskomplex hat "neue Dimension der Brutalität"
Das Ausmaß an menschenverachtender Brutalität und Gefühllosigkeit macht fassungslos. So haben die Ermittler auf einer Pressekonferenz die bisherigen Erkenntnisse im neuen Missbrauchskomplex bewertet. Im Zentrum steht ein 44-jähriger Mann aus Wermelskirchen.
Veröffentlicht: Montag, 30.05.2022 10:56
Durch bei ihm gefunden Daten sind bislang 72 weitere Verfahren gegen Beschuldigte in 16 Bundesländern eingeleitet worden. Die Wohnungsdurchsuchung in Wermelskirchen hat 18 Tage gedauert, 30 Terrabyte Daten haben die Ermittler sichergestellt. Darunter Fotos und Videos mit brutalsten Vergewaltigungen von Babys und Kleinkindern. Bis jetzt werden dem Wermelskirchener 18 Taten schwersten Missbrauchs zur Last gelegt, begangen zwischen Anfang 2005 bis Mitte 2019. Opfer waren zehn Jungen und zwei Mädchen, vorwiegend Kleinkinder, das jüngste Opfer war erst einen Monat alt. Einige von ihnen stammten aus seinem Umfeld, Kontakt zu anderen hatte er als Babysitter bekommen. Die Taten hat der Verdächtige weitgehend zugegeben, er sitzt in Untersuchungshaft. Insgesamt sind in dem Komplex bislang 33 Opfer identifiziert worden. Unter ihnen sind fünf Säuglinge und Kinder mit Behinderung.
Die Opferzahl könnte sich noch erhöhen, denn die Ermittler haben bislang erst zehn Prozent der Daten ausgewertet.