
Missbrauchsprozess - Wermelskirchener gesteht und entschuldigt sich
Im Prozess um den Missbrauchskomplex von Wermelskirchen hat sich der Angeklagte am zweiten Prozesstag erstmals selbst geäußert. Er wiederholte das umfassende Geständnis und bezeichnete seine Taten als „abscheulich“. In der Untersuchungshaft sei ihm das klargeworden, erklärte der 45-jährige Wermelskirchener am Mittwoch vor dem Kölner Landgericht.
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.12.2022 05:02
Er habe damals „in einer Parallelwelt gelebt“. Außerdem entschuldigte sich der Angeklagte bei der Nebenklage. Es täte ihm von Herzen leid, er habe sich das Vertrauen der Familien erschlichen und es missbraucht. Mit der Schande müsse er den Rest seines Lebens leben. Laut Anklage hat er als Babysitter gejobbt und so den Kontakt zu seinen späteren Opfern aufgenommen. Insgesamt werden ihm 124 Taten von Kindesmissbrauch vorgeworfen.
Der Mann war vergangenes Jahr in Wermelskirchen festgenommen worden. Die dabei gefundenen Spuren haben zu Ermittlungen gegen 130 weitere Beschuldigte geführt.