
Models mit Mission
Zwei bergische Kandidatinnen sind bei der Wahl zur Miss Germany unter den letzten 20. Die beiden sehen zweifelsfrei gut aus, aber ums Aussehen geht es nicht mehr bei Miss Germany. Eine Krone, ein aufgesetztes Lächeln und Bikinis sind Vergangenheit. Gina Stellbrink aus Wermelskirchen und Vanessa Didam aus Wipperfürth müssen vielmehr auf der Bühne ihre persönliche Mission vertreten, um zu gewinnen. Die Mission von Kunsthandwerkerin Gina und Schornsteinfegerin Vanessa: Frauen für ihre Leidenschaft - das Handwerk begeistern! Das geht laut den beiden besonders gut bei der Miss Germany Wahl, weil so auch mit Vorurteilen aufgeräumt werden kann. Ein Job in dem man sich dreckig macht und eine schöne junge Frau müssen sich nicht ausschließen, sagt Vanessa:
Ich habe manchmal Schmutz bis hinter die Ohren und Spinnweben im Haar, trage aber privat trotzdem gerne feminine Kleidung und mit diesen Klischees zu spielen macht mir Spaß.
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.02.2023 11:07
Auch Gina muss in ihrem Job richtig anpacken können. Sie arbeitet als Kunsthandwerkerin hauptsächlich mit Beton, aus dem sie Vasen und Dekoartikel herstellt. Sie hofft, dass sie ein Vorbild für junge Frauen sein kann:
Ich möchte Frauen motivieren auch mal in die Werkstatt zu gehen, mal ein Werkzeug in die Hand zu nehmen und mal was zu machen, bei dem man ein Ergebnis sieht. Man ist so stolz, wenn man am Ende etwas Selbstgemachtes in der Hand halten kann. Ich möchte, dass Frauen wissen: Es ist alles möglich, auch in männerdominierten Berufen. Davon sollte sich niemand abschrecken lassen.
Mit dem Titel Miss Germany und der Gewinnerprämie kann die Siegerin dann für ihre Mission werben. Am Donnerstag, den 9. Februar 2023 ist Halbfinale. Wird auch live im Netz übertragen. Ab 20:30 Uhr auf der online Plattform Twitch.