
Mutmaßliche Schleuserbande - Unterstützung für Reul
Der Kopf einer mutmaßlichen Schleuserbande hat mit Spenden auch den Wahlkampf von NRW-Innenminister Herbert Reul aus Leichlingen unterstützt. Das hat die CDU im Rheinisch Bergischen in einer öffentlichen Stellungnahme mitgeteilt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.05.2024 04:46
Die Kreis CDU hat demnach im Jahr 2022 knapp 30.000 Euro Spendengelder aus dem Kreise eines Rechtsanwalts aus Frechen erhalten. Dieser Rechtsanwalt ist Hauptbeschuldigter im sogenannten Schleuserverfahren. Die Bande soll reiche Ausländer, vorwiegend aus China und dem Oman, gegen hohe Summen eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland verschafft haben. Im Zuge der Razzia hatte es im April auch Durchsuchungen in Bergisch Gladbach gegeben.
Die CDU im Rheinisch Bergischen zeigt sich in der Stellungnahme entsetzt über die Vorwürfe gegen verschiedene Verdächtige. Bei einer internen Überprüfung habe sich ergeben, dass es neben den bisher bekannt gewordenen Spendengeldern in Höhe von fast 30.000 Euro keine weiteren Zahlungen aus dem Kreise des Rechtsanwaltes gegeben habe. Alle Spenden seien damals vorschriftsmäßig verbucht und alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten worden. Man werde die Behörden weiter bei der Aufklärung unterstützen.
Reul bestätigt Spendenvorgänge - es gab mehrere Treffen mit dem Jurist
Reul selbst hat die Spendenvorgänge im „Kölner Stadt-Anzeiger“ bestätigt. Der Rechtsanwalt habe sich 2022 mit ihm treffen wollen, weil er die Partei und ihn im Landtagswahlkampf unterstützen wollte, so der NRW-Innenminister aus Leichlingen. Er habe den Frechener Anwalt zwar nicht gekannt, sich dann aber nach ihm erkundigt und sich mehrfach mit ihm getroffen. Reul habe dabei nichts Verdächtiges festgestellt. Der Jurist habe den «Eindruck eines konservativen und von seiner Religion geprägten Menschen» gemacht.