
Nach Unfall: Belastetes Abwasser darf in den Rhein
Der Chempark-Betreiber Currenta in Leverkusen darf weitere belastete Abwässer in den Rhein einleiten. Das hat die Bezirksregierung Köln jetzt genehmigt. Konkret geht es um mehrere tausend Kubikmeter, die unterschiedlich stark belastet sind.
Veröffentlicht: Montag, 11.07.2022 10:09
Laut Bezirksregierung haben Experten die Abwässer genau untersucht. Im Ergebnis sei keine zusätzliche Belastung des Rheins zu erwarten, wenn die Abwässer nach und nach über die Bürriger Kläranlage in den Rhein eingeleitet werden. Dadurch sei sichergestellt, dass die eingeleiteten Schadstoffe unter dem Grenzwert bleiben. Aus dem Rhein gewonnenes Trinkwasser sei damit nicht gefährdet. Die Bezirksregierung will regelmäßig Proben nehmen, wenn die Abwässer in den Rhein geleitet werden.
Diese Abwässer darf Currenta jetzt über die Kläranlage in Bürrig in den Rhein einleiten: 30 Kubikmeter eines mit Toluol belasteten Abwassers aus einem Schadensfall. 2400 Kubikmeter eines mit Kohlenstoffverbindungen belasteten Abwassers aus dem Niederschlags- und Kühlwasserkanal und 3.300 Kubikmeter Abwasser aus dem Niederschlags- und Kühlwasserkanal, das aufgrund einer unregelmäßigen Trübung zurückgehalten wurde.