Neuer Airbag für Radfahrer

Seit Oktober 2019 im Handel: Ein neuer Radfahrerairbag - Vertrieb im Bergischen.

© Radio Berg

Schlechte oder keine Radwege in Deutschland - hilf dir selbst

... so argumentiert Andreas Meusel von der Firma J+A Handels GmbH in Nümbrecht. Die Firma ist Generalimporteur der neuen Helite-Weste in Deutschland.

Der neue Radfahrerairbag, gestaltet als Weste, kompensiere die großen Sicherheitslücken der deutschen Rad-Infrastruktur, sagt Meusel.

So funktioniert's

Die Weste arbeitet mit zwei Sensoren. Einer an der Sattelstange, einer in der Weste. Realisieren die Sensoren einen Sturz, löst der Airbag innerhalb von 80 Millisekunden aus - und schützt Brust, Rücken und Genick.

Der Preis

649 Euro kostet eine Weste. Klingt teuer - doch wie viel ist die eigene Sicherheit wert? Vorteil immerhin: Die Weste ist wiederverwendbar. Nach einem Sturz muss lediglich die Kartusche für etwa 100 Euro ausgetauscht werden.

Weil die Weste noch nicht in Serienproduktion entsteht, sondern vor allem die Elektronikeinheiten handgefertigt werden, erklärt sich der Preis.

Bislang gibt es sie nur für Erwachsene.

Kann sie versehentlich auslösen?

Diese Frage stellte sich besonders unsere Reporterin Brigitte Mackscheidt, nachdem sie die Weste getestet hat (und vom Knall des Auslösens zu Tode erschrocken war). So eine Auslösung darf nicht ohne Unfall passieren. Passiert auch nicht, sagt Andreas Meusel. Er sagt aber auch: Im Bus sollte man die Weste abschalten und auch für Downhill-Fahrten ist sie nicht geeignet. Zielgruppe sind eindeutig Straßen- und Stadtfahrer.

Der Test

Redakteurin Brigitte Mackscheidt hat den Airbag hier in der Redaktion getestet - indem Andreas Meusel ihn "gezündet" hat. Eine Vorwarnung wäre nicht schlecht gewesen. Aber man sieht: Es funktioniert!

Radio Berg Redakteurin Brigitte Mackscheidt testet den neuen Helite-Radfahrer-Airbag. Die bergische Firma J+A Handels GmbH in Nümbrecht ist Generalimporteur.

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