
Erster Kindergartentag für meinen kleinen Sohn nach endlosen 3 Monaten Corona-Zwangspause! Und die Aufregung war so groß wie Geburtstag und Weihnachten zusammen - und zwar für mich! Wie wird das sein, wenn mein 5-Jähriger nach der langen Pause wieder in den Kindergarten geht? Gibt's Heulerei? Muss er sich wieder eingewöhnen? Wie kommt mein Kind mit den Einschränkungen klar? Das Mama-Gedankenkarussell hatte vor dem ersten Kindergartentag ordentlich Fahrt aufgenommen. Natürlich völlig unbegründet: Mit ganz viel Vorfreude im Bauch ist mein Kind wieder in den Kindergarten spaziert, als hätte es die letzten 3 Monate nicht gegeben und bisher kommt er schmutzig und sehr glücklich wieder raus.
Leider ist die Laune morgens früh, wenn ich versuche, das Kind aus dem Bett zu kriegen, alles andere als Bombe! In der Corona-Pause zum Langschläfer mutiert, ist das Aufstehen um 7.30 Uhr (eigentlich moderat!) für mein Kind inzwischen viel zu früh. Abends spät ins Bett, morgens spät raus – das war unser Corona-Rhythmus. Und jetzt haben wir den Salat, das wieder ab zu trainieren, damit das Kind pünktlich vor 9 Uhr in der Kita ankommt.
Eine Umstellung vor allem für uns Eltern sind außerdem die neuen Öffnungszeiten in den Kitas: Wer vorher eine 45 Stunden-Betreuung hatte, darf das Kind jetzt nur noch 35 Stunden bringen. Die 35 Stunden-Betreuung geht runter auf 25 Stunden – das betrifft auch uns! Heißt: Ich muss mein Kind jetzt mittags bis 12.30 Uhr abgeholt haben! Alle Eltern, die arbeiten, stimmen mir zu: Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein! Jetzt sind wir alle gezwungen, uns neu zu organisieren. Wir haben uns überlegt, dass wir unseren Sohn jetzt etwas früher in die Kita bringen, damit er trotz der Kürzung genug Zeit hat, um mit seinen Freunden zu spielen. Heißt dann aber auch: Noch etwas früher aufstehen! Ich freu' mich schon!