
Oberberg: Hausärzte wehren sich gegen Organisationsplan
Ist die medizinische Versorgung außerhalb der Sprechzeiten im Oberbergischen noch sicher? Das ist nur eine der Fragen, mit der sich der oberbergische Hausärzteverband jetzt an die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und die Ärztekammer wendet. Hintergrund ist deren neuer Organisationplan, der ab Januar in Oberberg gelten soll. Mit gravierenden Folgen für Ärzte und Patienten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 07.12.2023 14:43
Der Plan sieht neben reduzierten Öffnungszeiten der Notdienstpraxen vor allem bei den Fahrdiensten massive Änderungen vor. Und genau die sorgen bei den oberbergischen Hausärzten für Sorge und Empörung. Sie werden wegen Verfahrensfehlern Rechts-Aufsichtsbeschwerde beim zuständigen Ministerium einlegen, so der jüngste Beschluss.
Konkret soll nachts und an Feiertagen künftig EIN Arzt für ganz Oberberg verantwortlich sein. Alleine, bei Wind und Wetter und in Gebieten, die er nicht kennt. Unzumutbar, sagen die Ärzte. Sie fürchten unter anderem ein hohes Unfallrisiko – außerdem könnte die Regelung dazu führen, dass Patienten immer öfter die 112 wählen und den Rettungsdienst damit für große Notfälle blockieren.