
Oberberg: Kreis äußert sich zu Corona-Lage
„Wir haben eine hohe Inzidenz aber eine unterdurchschnittliche Sterberate.“ Und: „90 Prozent der Übertragungen passieren durch Ungeimpfte“. Das sind zwei der wesentlichen Aussagen des Oberbergischen Kreises zur aktuellen Corona-Lage. Der Kreis liegt mit einem Wert von über 320 am Donnerstag NRW-weit deutlich am höchsten.
Veröffentlicht: Freitag, 19.11.2021 14:07
Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell vor allem in der Kreismitte und dem Süden kleinere aber auch größere Infektions-Ereignisse. Teils auch Superspreading-Events als Folge der Lockerungen. Dazu gehören Karnevalsveranstaltungen, Martinssingen, Singen ohne Maske aber auch Veranstaltungen in Kirchen. Hier ist auch die Lage in den Krankenhäusern angespannt, die Kapazitäten gehen langsam in die Knie.
Aktuell sind vor allem die Kommunen mit vielen jungen Menschen stark betroffen – auch in den Schulen kommt es zu Ansteckungen, die am Ende dann ganze Familien betreffen. Ist ein Mitglied infiziert, folgen die anderen unausweichlich. Die ungleiche Verteilung der Infektionen innerhalb des Kreises könnte laut Gesundheitsamt daran liegen, dass teils noch nicht richtig durchgeimpft wurde. 90 Prozent der Übertragungen passieren durch Ungeimpfte.
Um die Zahlen wieder runter zu bekommen, setzt der Kreis auf die festgelegten 2G Regeln. Außerdem soll die Zahl der Auffrischungsimpfungen deutlich gesteigert werden. Ab Montag wird es kreisweit drei feste Impfstationen geben. (Stand 19.11.21, 16.00 Uhr)