Oktoberfeste und das passende Outfit

Auch wir hier im Bergischen können Oktoberfest. Damit Ihr keine Fehler beim richtigen Outfit macht, haben wir mal nach dem Dresscode beim Dirndl und Co gefragt.

© Radio Berg

Stilecht zum Oktoberfest

Wer nicht gerade ein Polyester-Dirndl aus dem Discounter haben möchte, kann sich in einem Trachtenmoden-Geschäft beraten lassen. Davon gibt's auch hier in der Umgebung einige. In einem Fachgeschäft in Wiehl hat sich sogar schon ein Scheich aus Dubai "typisch deutsch" einkleiden lassen. Auch Alex Pesch aus dem Radio Berg Team hat sich hier durch die Dirndls gewühlt und gleich mehrere anprobiert. Ganz wichtig beim Kauf eines Dirndls ist die richtige Größe, sagt Verkäuferin Martina Beier:

Das muss richtig eng sitzen! So eng, dass wir es kaum zu kriegen.

Ist das Dirndl zu groß, sitzt es an den wichtigen Stellen nicht gut. Ist es dagegen zu eng, nimmt es einem noch die letzte Luft zum atmen!


"Die Bluse unter dem Dirndl ist ein Muss!"

Lässt man die Bluse weg, könnte es zu der ein oder anderen peinlichen Situation kommen. Auch die Kette gehört klassischerweise dazu, sonst wirkt der Halsbereich "zu nackt". Ein totales No-Go ist für Martina Beier aber das Weglassen der Schnürung. Die muss auf jeden Fall vorhanden sein. Was einige ebenfalls nicht wissen: Die Positionierung der Schleife eurer Schürze gibt euren Beziehungsstatus an:

Links bedeutet man ist noch zu haben, rechts heißt man ist vergeben, die Mitte bedeutet Jungfrau und bindet man sie hinten, so bedeutet das verwitwet!


Alex Pesch aus dem Radio Berg Team beim Anprobieren eines traditionellen Dirndls. © Radio Berg
Alex Pesch aus dem Radio Berg Team beim Anprobieren eines traditionellen Dirndls.
© Radio Berg

Und die Männer?

Die tragen definitiv eine kurze Lederhose, ein Hemd und eine Weste.Hosenträger sind out, ein Gürtel reicht völlig. An die Füße gehört dann noch ein Paar derbe Schnürschuhe, und natürlich dicke Socken. Mittlerweile werden diese aber nicht mehr bis zu den Knien hochgezogen, sondern einfach unten gelassen.


Wieso tragen wir eigentlich keine Bergische Tracht?

Ganz einfach: Weil es keine gibt. Petra Dittmar vom Freilichtmuseum in Lindlar hat sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigt und ist bisher nicht fündig geworden. Allerdings gab es schon sehr typische Kleidung fürs Bergische. Meist trugen die Frauen gedeckten Farben, ganz oft hatten sie eine schwarze bestickte Haube an. Die Männer trugen weit geschnittene Hemden, die am Kragen zusammengebunden waren und dazu oft eine schwarze Kappe. Anhand der Kleidung ließ sich sofort erkennen ob die Frau arm oder reich war. Auch welcher Konfession sie angehörte, ließ sich so erkennen. Aber eine typische Tracht wie man sie heute beispielsweise aus Bayern kennt, hat das Bergische nicht.


© Radio Berg
© Radio Berg
© Radio Berg
© Radio Berg

Weitere Meldungen