
Pandemie - immer weniger Minijobs im Bergischen
Minijobber gehören zu den Hauptverlierern der Corona Pandemie. Das sagt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Besonders im Gastgewerbe ist die Zahl der Minijobs deutlich zurückgegangen. Bei uns im Bergischen hat gut jeder Fünfte seinen Minijob im Gastgewerbe verloren. Dabei haben die 450 Euro-Kräfte weder Anspruch auf Arbeitslosen- noch auf Kurzarbeitergeld.
Veröffentlicht: Donnerstag, 24.03.2022 09:51
Die Gewerkschaft befürchtet, dass künftig noch mehr Menschen in solche unsicheren Jobs abrutschen könnten. Die Bundesregierung plant die Verdienstgrenze bei Minijobs künftig von 450 auf 520 Euro anheben möchte, ohne dass man automatisch arbeitslosenversichert ist. Dadurch würden noch mehr Menschen in prekäre Jobs abrutschen, weil so viele reguläre Arbeitsplätze verdrängt würden.
Abhilfe könnte aus Sicht der NGG nur eine grundlegende Reform schaffen. So müsste für Minijobs ab dem ersten Euro die Sozialversicherungspflicht gelten. Besonders die Gastronomie könnte profitieren. Denn wer reguläre Arbeitsverträge mit Perspektive und sozialem Netz biete, habe auch bessere Chancen Fachleute zu gewinnen, sagt die NGG.