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Pendeln mit dem Rad?
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Pendeln mit dem Rad?

Aus Bergisch Gladbach und Rösrath sind RadPendlerRouten nach und durch Köln geplant. Sie sollen uns zum Umstieg auf das Fahrrad motivieren und dadurch die Straßen vom Auto-Verkehr entlasten.

Veröffentlicht: Dienstag, 26.02.2019 10:40

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Inzwischen gibt es eine Machbarkeitsstudie, die besagt: Alle vier Routen haben "eine grundsätzliche Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit sowie ein hohes Potenzial, um den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu forcieren". Die Studie geht davon aus, dass durch die RadPendlerRouten auf der Strecke Bergisch Gladbach-Köln täglich rund 2.200 und auf der Strecke Rösrath-Köln täglich rund 2.300 Fahrradfahrerinnen und -fahrer mehr unterwegs sein könnten, als bisher.

Zwei der vier untersuchten Korridore sollen dabei den Rheinisch-Bergischen Kreis mit Köln-Deutz verbinden, ausgehend vom S-Bahnhof in Bergisch Gladbach beziehungsweise vom Bahnhof in Rösrath. Die erste Strecke hat dabei eine Länge von 14,2 Kilometern, die zweite beträgt rund 17,3 Kilometer. Ergänzt werden diese sogenannten Hauptachsen durch kleinere Zubringer, die weitere einwohnerstarke Stadtteile mit den RadPendlerRouten verbinden, beispielsweise von Bergisch Gladbach-Bensberg über Refrath nach Köln-Dellbrück.

Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Routen sei gewesen, dass sie "einen hohen Qualitätsstandard ermöglichen, beispielsweise durch eine komfortable Breite und eine möglichst direkte, umwegfreie Routenführung". Denn RadPendlerRouten sollen ein zügiges und klimafreundliches Vorankommen ermöglichen ohne viele Fahrtunterbrechungen an Kreuzungen oder Ampeln.

Die Entwicklung und Umsetzung leistungsfähiger RadPendlerRouten ist ein gemeinsames Projekt des Rheinisch-Bergischen Kreises und des Rhein-Sieg-Kreises sowie der Städte Bergisch Gladbach, Köln, Leverkusen, Niederkassel, Rösrath und Troisdorf. 

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Eher eine "Radfreizeitstrecke", kritisiert die Initiative Radschnellweg GL-K

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RadPendlerRouten sind keine Radschnellwege - darauf weist die Initiative Radschnellweg GL-K hin. Die vorgeschlagenen Routen seien eher Radfreizeitstrecken, die die Dominanz des Autoverkehrs nicht antasten.

Den Unterschied erklärt der ADFC so:

Radschnellwege sind 4 Meter breite Radverkehrsverbindungen, die wichtige Quell- und Zielbereiche des Radverkehrs über größere Entfernungen (> 5 km) miteinander verknüpfen. Sie sollen ein sicheres, zügiges und attraktives Fahren ermöglichen. Als Führungsform im Außerortsbereich bietet sich der „getrennte“ Geh- und Radweg an, der straßenbegleitend oder selbständig geführt werden kann. Innerorts kommen Ein- und Zweirichtungsradwege sowie Radfahrstreifen und Fahrradstraßen, sofern diese an den Knotenpunkten bevorrechtigt werden können.
Radpendlerroute (auch: Radschnellrouten) werden Radverbindungen genannt, die die Spezifikation „Radschnellweg“ nicht einhalten können. Trotzdem wird diese Variante mit Vorliebe genutzt, da die Umsetzung einfacher und mit geringeren Kosten verbunden ist.
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Wie geht es weiter?

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"Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden von allen Projektpartnern der Politik vorgestellt. Sobald diese grünes Licht gibt, werden als weitere Schritte eine Kooperationsvereinbarung mit allen beteiligten Städten und Kreisen sowie die Weiterqualifizierung des Projektes für die Regionale 2025 Bergisches Rheinland angestrebt", heißt es in einer Pressemitteilung. Das verspricht keine schnellen Abläufe.

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Und? Würdet ihr umsteigen?

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Verkehrswende durch das Fahrrad?
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