
Protest - viele Arztpraxen und Apotheken bleiben heute dicht
Patienten stehen heute im Bergischen vor vielen verschlossenen Türen bei Arztpraxen und Apotheken im Bergischen. Denn Ärzte und Apotheker sind heute zu einem Protesttag aufgerufen, um sich gegen die drohende, immer schlechter werdende Versorgung ihrer Patienten zu wehren. Im Oberbergischen sind bis zu 90 Prozent der Apotheken heute zu. Die Notdienste sind aber im Einsatz.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.11.2023 05:03
Das Gesundheitswesen wird kaputt gespart, sagen Kassenärztliche Vereinigung, Apothekerkammer Nordrhein und auch der Hausärzteverband im Oberbergischen. Geht es so weiter, werden auf lange Sicht immer mehr Praxen sterben, damit können immer mehr Patienten auch im Bergischen nicht mehr versorgt werden.
In den kommenden zehn Jahren werden im Oberbergischen die Hälfte der Hausarztpraxen wegfallen, weil sich kein Nachfolger findet. Damit bleiben hier 400.000 Fälle pro Jahr unbehandelt, sagt der oberbergische Hausärzteverband. Das Bundesministerium stehe in der Pflicht, schnell für eine sichere Finanzierung zu sorgen. Das 'Aktionsbündnis Patientenversorgung' ruft zu zentralen Protestveranstaltungen auf. Die Apotheker treffen sich zu einer Kundgebung in Dortmund.