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Prozess nach tödlichem Unfall eingestellt
© Frank Waltel
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Prozess nach tödlichem Unfall eingestellt

Fast genau ein Jahr nachdem ein Müllwagen in Köln-Widdersdorf einen kleinen Jungen überfahren und getötet hatte, ist das Verfahren am Mittwoch eingestellt worden. Der Fahrer musste sich wegen fahrlässiger Tötung vor dem Kölner Amtsgericht verantworten.

Veröffentlicht: Mittwoch, 22.05.2019 04:33

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Es sei ein tragischer Unfall gewesen, deswegen hat die Richterin das Verfahren gegen Zahlung einer Geldstrafe von 2000 Euro an ein Kinderhospiz eingestellt. Der Fahrer des Müllwagens hatte vor einem Jahr beim Abbiegen einen sieben Jahre alten Jungen übersehen und überrollt. Während des Prozesses hatte der Anwalt des Mandanten erklärt, sein Mandant hätte den Jungen wahrscheinlich wegen der am Rand geparkten Autos gar nicht sehen können. Außerdem sei der Vater schon 30 bis 40 Meter weit weg gewesen, für ihn als Fahrer habe deshalb kein Anlass bestanden dort noch ein Kind zu vermuten. Er wünschte, sagt er später, er könne alles rückgängig machen, er sei selber Vater von zwei Kindern. Man sehe dem Fahrer an, dass er mit dem Unfall schwer zu kämpfen habe, so die Richterin. Seit dem Unfall ist er arbeitsunfähig und in psychologischer Behandlung. Ob der Mann jemals wieder Müllautos fahren kann ist unklar.

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