Anzeige
Prozess um tödlichen Lärmschutzwand-Unfall startet
© Straßen.NRW
Konstruktionen wie diese wurden bei der Überprüfung der Lärmschutzplatten an der A3 gefunden. Offenbar wurde eine zusätzliche Schraube eingesetzt, weil die erste nicht passte. Alle Platten mit solchen nicht fachgerecht ausgeführten Verschraubungen werden mit einer zusätzlichen Halte-Konstruktion gesichert.
Teilen:

Prozess um tödlichen Lärmschutzwand-Unfall startet

26 Verhandlungstage, zwei Nebenklägerinnen und drei Angeklagte: Am Dienstagmorgen startet am Kölner Landgericht das Verfahren rund um den tödlichen Absturz einer Lärmschutzwand auf der A3 bei Köln-Dellbrück. Die gut sechs Tonnen schwere Wand war im November 2020 auf das Auto einer 66-Jährigen gestürzt und hatte sie erschlagen.

Veröffentlicht: Dienstag, 13.08.2024 04:43

Anzeige

Bis zum 20. Dezember müssen sich ein Ingenieur und zwei ehemalige Mitarbeiter von Straßen NRW verantworten. Unter anderem wegen Totschlags durch Unterlassen. Laut Anklage soll Pfusch am Bau Grund für das Unglück gewesen sein: Demnach ist die Wand im Jahr 2008 nicht wie vorgeschrieben montiert worden.

Ein Gutachten, das deshalb unter anderem Probleme bei der Tragfähigkeit gesehen hat, soll der 62-jährige Ingenieur nicht weitergegeben haben. Die beiden anderen Angeklagten sollen es aber auch nicht eingefordert haben. Straßen NRW hatte die Konstruktion abgenommen - aber unter Vorbehalt: Unter anderem sollte die Tragfähigkeit nachgewiesen werden. 

Anzeige
Anzeige
Anzeige