
Prozess um totgeschüttelten Säugling aus Gummersbach gestartet
Der Vater wurde schon verurteilt, am Mittwoch hat der Prozess gegen die Mutter begonnen. Die Eheleute aus Gummersbach sollen im Mai 2022 ihren erst 14 Wochen alten Säugling geschüttelt haben, sodass er kurz darauf im Krankenhaus starb. Jetzt beschäftigt sich das Kölner Landgericht wieder mit dem Fall.
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.01.2025 11:18
Als der Prozess im vergangenen Mai anfangen sollte, waren die beiden Angeklagten aus Gummersbach nicht erschienen. Der Vater des toten Kindes wurde dann festgenommen und später zu drei Jahren Haft verurteilt, die Mutter war untergetaucht, es wurde vermutet, dass sie sich ins Ausland abgesetzt haben könnte. Jetzt muss sie sich vor dem Kölner Landgericht verantworten – laut Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Am Tag des Vorfalls will sie das Kind gefüttert haben. Weil es sich nicht mehr bewegt haben soll, habe sie einen Notfall angenommen und das Kind daraufhin geschüttelt. Kurze Zeit später verstarb der Säugling im Krankenhaus. Es habe aber Hinweise auf ältere, verheilte Verletzungen wie Rippenbrüche gegeben. Das deutet nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf eine vorangegangene Misshandlung hin. Ein Urteil soll voraussichtlich schon nächste Woche (Donnerstag, 16.01.2025) fallen.