
Radevormwald: Festnahme nach Tod eines 19-Jährigen
Nach dem Tod eines 19-Jährigen am frühen Sonntag Morgen in der Innenstadt in Radevormwald gibt es jetzt neue Details von der Kölner Staatsanwaltschaft: Sie ermittelt gegen zwei Beschuldigte – es geht um ein Tötungsdelikt. Einer der Männer ist bereits am Sonntag vorläufig festgenommen worden, hat uns Oberstaatswalt Ulrich Bremer auf Nachfrage mitgeteilt.
Veröffentlicht: Montag, 28.08.2023 14:39
Aktuell prüft die Staatsanwaltschaft die Beantragung eines Haftbefehls, der Mann soll noch am Montag vor den Ermittlungsrichter. Nach dem anderen Mann werde intensiv gefahndet, er ist aber ebenfalls schon identifiziert. Weitere Details will Bremer nicht nennen um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Derweil ist die Leiche des 19-Jährigen bereits obduziert worden, zu den Ergebnissen will sich der Oberstaatsanwalt nicht äußern.
Der 19-Jährige war am Sonntag Morgen nahe des Kreisverkehrs an der Sparkasse blutüberströmt entdeckt worden und noch vor Ort gestorben. Eine Mordkommission ermittelt. Die Stadt Radevormwald und viele Mitbürger zeigen sich erschüttert. Die Flaggen vor dem Rathaus wehen auf Halbmast, Bürgermeister Mans hat das so angeordnet.
Seit dem Vorfall brodelt in Radevormwald die Gerüchteküche: Unter anderem wurde über drei Festnahmen und einen Zusammenhang mit Drogengeschäften spekuliert außerdem soll die Tat gefilmt worden sein. Zu einem Verdacht hat die Stadt selbst sich geäußert: Dabei geht es darum, dass in den sozialen Netzwerken immer wieder ein Zusammenhang mit der Tat und der Veranstaltung „Radevormwald karibisch“ hergestellt wurde. Da sagt Bürgermeisten Mans ganz deutlich: Nach aktueller Einschätzung der Verwaltung gibt es den Zusammenhang nicht – allein auf Grund des zeitlichen Abstands. Denn: Radevormwald karibisch war jeden Tag um Mitternacht vorbei. Im Vorfeld dieser Mitteilung habe man sich mit dem Ordnungsamt und dem Veranstalter ausgetauscht und es habe während der Veranstaltung keine Einsätze gegeben, bei denen das Ordnungsamt eingreifen musste.