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Radio Berg warnt sofort im Katastrophenfall
NRW-Innenminister Herbert Reul
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Radio Berg warnt sofort im Katastrophenfall

Im Katastrophenfall können die Kreisfeuerwehren nachts über eine Einsprechstelle sofort auf Sendung gehen. NRW-Innenminister Herbert Reul nimmt (Freitag 18.09.23) die Direkteinsprechstelle für den Rheinisch-Bergischen Kreis offiziell in Betrieb, auch der Oberbergische Kreis verfügt über die Technik und kann sich direkt ins Programm einschalten, um uns im Katastrophenfall zu warnen.

Veröffentlicht: Dienstag, 15.08.2023 14:45

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Die Menschen im Bergischen im Katastrophenfall schnellst möglich warnen und informieren! Das soll im Bergischen mit den Direkteinsprechstellen gelingen, über die sich die Einsatzleiter der Kreisfeuerwehren nachts in das Radio Berg-Programm einwählen können. Für Stephan Santelmann, Landrat im Rheinisch-Bergischen Kreis, ist das ein großer Gewinn für den Bevölkerungsschutz:

Die Menschen vertrauen zu Recht Radio Berg als ihrem lokalen Sender. Sie wissen, dass sie dort erfahren, was in ihrem Umfeld passiert und wir sind froh, dass wir jetzt die Bürgerinnen und Bürger direkt über Radio Berg warnen können. Das rundet unser Konzept der Krisenprävention ab.

Auch Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises, ist von der Dirketeinsprechstelle bei Radio Berg überzeugt:

Der Oberbergische Kreis hat in den letzten Jahren große Anstrengungen betrieben, um den Katastrophenschutz noch breiter aufzustellen. Mit der On-Air Direkteinsprechmöglichkeit haben wir auch im Oberbergischen Kreis einen zusätzlichen Baustein, um die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig vor Katastrophen zu warnen. Die bestehenden Warn- und Informationsmöglichkeiten, wie die KATs Sirenen, die WarnApp Nina und die sozialen Medien wurden somit – neben der stets erforderlichen Achtsamkeit und Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen – sinnvoll ergänzt

Gerade nachts spielen, neben Radio Berg, auch die Warn-Apps und Sirenen eine wichtige Rolle. Die Signaltöne sorgen dafür, dass wir überhaupt wach werden. Was die Sirenen-Töne bedeuten, könnt ihr hier nachhören.

Sobald wir Warn- oder Sirenen-Töne hören, sollen wir uns informieren, was genau los ist und wie wir uns verhalten müssen, sagt Rhein-Bergs Kreisbrandmeister Martin Müller-Saidowski. Aber Achtung: Es ist wichtig, auf die Quellen zu achten:

Bitte immer nur offizielle Kanäle benutzen, nicht über die sozialen Medien oder irgendwelche Gruppen, sondern nur über die Behörden, offizielle Homepages oder das Radio. Denn dann bekomme ich auch gesicherte Informationen. In den sozialen Medien kursieren oft Spekulationen, die führen dann zu falschem Handeln und deshalb sollte man die nicht nutzen.

Sollte das Stromnetz längerfristig zusammenbrechen, das Telefon und das Internet ausfallen, wird es schwierig sich zu informieren. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat eine Liste mit Dingen erstellt, die wir für den Notfall bereit haben sollten. Dazu gehört auch ein Radio, das entweder mit einer Batterie oder einer Kurbel betrieben wird. Die komplette Checkliste "Notfallvorsorge vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe" haben wir hier für euch verlinkt.

Um wirklich jedem den Zugang zu Informationen zur aktuellen Lage zu ermöglichen, gibt es außerdem ein flächendeckendes Netz mit Notfallinformationspunkten, kurz Nips. Sie sind mit Funkanlagen und Notstromaggregaten ausgerüstet, hier laufen Informationen zusammen und es können Notrufe abgesetzt werden. Außerdem gibt es in den Kommunen sogenannte Leuchttürme. Das sind ebenfalls Notfallinformationspunkte, die sich aber in geschützten Räumen befinden, die der Bevölkerung Zuflucht bieten sollen. Wo ihr im Rheinisch-Bergischen Kreis den für euch nächsten Notfallinformationspunkt findet findet ihr hier.

Und hier haben wir die Notfallinformationspunkte im Oberbergischen Kreis für euch verlinkt.

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