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Radwege im Bergischen - eine Geduldsprobe
© Brigitte Mackscheidt
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Radwege im Bergischen - eine Geduldsprobe

Erst seit wenigen Jahren ist Radfahren - dank Pedelecs - ein Thema auch im Bergischen. Jetzt müssen die Kommunen hektisch nachholen, was jahrzehntelang nicht passiert ist.

Veröffentlicht: Freitag, 25.06.2021 10:49

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Radfahren im Bergischen heißt immer auch ein bisschen, um sein Leben zu kämpfen. Radwege gibt es kaum. Wenn doch, dann enden sie schon mal gerne einfach genau da, wo sie am wichtigsten wären.

Jahrzehntelang hat es im Bergischen keine Alltags-Radfahrer*innen gegeben. Mit den Pedelecs hat sich das geändert. Und jetzt müssen auch die Städte und Gemeinden, die die ganzen Jahre über an Radinfrastruktur nicht ansatzweise gedacht haben, alarmstartartig nach Lösungen suchen.

Sie suchen alle. Die einen finden schneller Lösungen, die anderen langsamer. Zusammengefasst lässt sich sagen: Wir brauchen alle noch viel Geduld.

Verkehrsminister Wüst hat uns mal gesagt, die Radwege, über die wir jetzt nachdenken, werden vielleicht unsere Enkel einmal befahren können.

(Bernhard Werheid, ADFC Bergisch Gladbach)

Wir haben bei den Städten und Gemeinden sowie den Kreisen angefragt, was sie für den Radverkehr planen. Hier sind ihre Antworten!

Stand: 30. Juni 2021

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Bergisch Gladbach

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Bürgermeister Stein zum Radverkehr in Gladbach
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Bergneustadt

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Jemand von der Stadt ist mit dem ADFC durch das Stadtgebiet geradelt, um Problemstellen zu identifizieren, sagt der ADFC: Die Stadt äußert sich wie folgt:

Der Ausschuss für Umwelt und Zukunftsfragen befasst sich intensiv mit dem Thema „Radwegsituation Bergneustadt“. Ein regionales Fahrradkonzept BergischesRheinland in Zusammenarbeit mit dem Oberbergischen Kreis und den Städten ist in Vorbereitung. In Kürze wird eine E-Bike-Verleihstation im Stadtzentrum an den Start gehen. Bergneustadt nimmt dieses Jahr (wie viele andere Oberbergische Kommunen auch) an der Aktion STADTRADELN teil.
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Burscheid

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Insbesondere durch die Corona-Pandemie und gestiegene Nutzung des Fahrrads in Alltag und Freizeit ist das Thema Radverkehr nochmal stärker in den Fokus gerückt. Dies stellt Straßenbaulastträger (Kommunen, Kreise und Straßenbauverwaltungen des Landes) vor neue Aufgaben.

Die Stadt Burscheid setzt sukzessive Verbesserungen im Radverkehr auf kommunalen Straßen um. Derzeit erfolgen Verbesserungen für Radfahrer durch die Freigabe von Einbahnstraßen insbesondere im Innenstadtbereich Burscheids. Durch das Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept 2025 ergeben sich bei der Planung und Umsetzung Möglichkeiten, Straßenräume zu Gunsten von Fußgängern und Radfahrern neu zu verteilen. Beispielsweise wurde die obere Hauptstraße bereits für den gegenläufigen Radverkehr geöffnet. Die Planung zur Umgestaltung der mittleren Hauptstraße sieht ebenfalls die Öffnung der Hauptstraße für den gegenläufigen Radverkehr vor. Die dafür notwendige Verbreiterung des Straßenquerschnitts wurde in der Planung entsprechend berücksichtigt. Weiterhin wird die geplante Rampe vom Panorama-Radweg Balkantrasse an die Hauptstraße die Anbindung an die Innenstadt für Radfahrer verbessern.

Außerdem beabsichtigen wir die Radtrasse im Rahmen der Regionale 2025 zu qualifizieren. Weiterhin soll entlang der B 51 im stark befahrenen Bereich zwischen der Kreuzung Kaltenherberg/Hammerweg und der Zufahrt zum Park-and-Ride-Parkplatz Kämpchen der Gehweg auf 2,5 m verbreitert werden, sodass Radfahrer zukünftig in diesem Bereich nicht die Straße nutzen müssen.

 Bürgermeister Caplan hat außerdem angekündigt, noch dieses Jahr ein Radverkehrskonzept für Burscheid zu beauftragen. Ferner arbeiten wir an dem Konzept „Regionale Fahrradinfrastruktur im Bergischen RheinLand“ mit, das derzeit durch den Rheinisch-Bergischen Kreis, Oberbergischen Kreis und Rhein-Sieg-Kreis im Rahmen der Regionale 2025 beauftragt wurde.

Bei der Planung und Einrichtung von Radwegen müssen zum einen die örtlichen Begebenheiten und die Grundstücksverhältnisse und zum anderen rechtliche und technische Vorgaben berücksichtigt werden. Daher stehen häufig die vorhandenen Straßenquerschnitte der Einrichtung von Radwegen entgegen und sind mit einfachen Mitteln nicht unmittelbar umsetzbar.

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Engelskirchen

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Die Gemeinde Engelskirchen hat im Jahr 2018 ein Mobilitätskonzept erarbeitet, welches dazu beitragen soll, die Emissionen aus dem Verkehr zu reduzieren. Das Konzept hat das Ziel, die Mobilität in der Gemeinde und insbesondere in den Außenlagen zu verbessern.

Die Förderung und Optimierung der Radwegeinfrastruktur stellt einen wichtigen Schwerpunkt des Konzepts dar. Im Bereich Radinfrastruktur hat sich die Gemeinde drei Ziele gesetzt:

  1. Alle Außenlagen der Flächenkommune radverkehrstechnisch erschließen und verkehrssicher an die im Aggertal gelegenen Kernorte Engelskirchen, Ründeroth und Loope anbinden.
  2. Die vorhandene Radinfrastruktur in den Kernorten optimieren, z.B. durch die Erneuerung von Wegen, die Sicherung von Gefahrenstellen oder den Aufbau von Radabstellanlagen.
  3. Interkommunale Radwegeverbindungen stärken und zu einer attraktiven Radregion Bergisches Land beitragen.

Vom 01.09.2018 bis 31.08.2020 wurde in diesem Rahmen das erste Radinfrastrukturpaket, gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, umgesetzt. Das Fördervorhaben umfasste die Herrichtung bzw. Herstellung von fünf Radwegen, einer neuen Brücke über die Agger für Fußgänger und Radfahrende sowie dem Aufbau von sicheren Radabstellanlagen.

  • Aufbau einer Radabstellanlage und neuer Fahrradbügel am Aggertalgymnasium (2019)
  • Ertüchtigung des Wegs „Am Grengel“ zum Geh- und Radweg (2019)
  • Ertüchtigung des Wegs „Am Alten Rathaus Ründeroth“ zum Geh- und Radweg (2019)
  • Ertüchtigung des Wegs „Eichhardtstraße“ bzw. „Dörrenberger Weg“ zum Geh- und Radweg (2020)
  • Ertüchtigung des Wegs vom Freibad Wallefeld zur Wahlscheider Straße zum Geh- und Radweg (2020)
  • Bau einer neuen Brücke für Fußgänger und Radfahrer am Rathausgelände über die Agger mit anschließendem Radweg (2020)

Folgende Maßnahmen erfolgten/erfolgen in 2021:

  • Errichtung einer neuen Radabstellanlage vor dem Rathaus
  • Beantragung von Fördermitteln, um die Lücken des interkommunalen Agger-Sülz-Radweg auf Engelskirchener Gemeindegebiet durch die Ertüchtigung/den Bau von zwei Teilstücken zu schließen. Der Agger-Sülz-Radweg ist ein wichtiger Baustein um eine sichere Radverbindung nach Lindlar zu schaffen und die Radregion Bergisches Land zu stärken.
  • Beteiligung am Projekts des Oberbergischen Kreises zur „Regionalen Fahrradinfrastruktur im Bergischen RheinLand“.

Gegebenenfalls kann auch bereits mit der Umsetzung der Mobilstationen an beiden Bahnhöfen, bei denen die Belange des Radverkehrs priorisiert Berücksichtigung finden, begonnen werden.

Die im letzten Jahr gegründete „Radkommission“ soll mit den sinkenden Inzidenzwerten bald ihre Arbeit aufnehmen und in einer Konstellation aus Verwaltung, Politik und Bürgerschaft den Handlungsbedarf in der Gemeinde „erfahren“.

Für das nächste Jahr ist, neben der Umsetzung der zwei genannten Teilstücke des Agger-Sülz-Radwegs (in Abhängigkeit von der Bewilligung der Fördermittel), die weitere Beantragung von Fördermitteln für umfangreiche Maßnahmen mit Hinblick auf die drei Zielsetzungen geplant. So befinden sich derzeit zahlreiche Wege in der Planung, die die Außenlagen besser anbinden sollen. Der flächendeckende Aufbau von Radabstellanlagen wird geprüft. Zudem sollen die Ergebnisse der Radkommission hier mit einfließen.

Wir legen mit obigen Maßnahmen also gerade einen Grundstein für eine zukunftsfähige und sichere Radinfrastruktur in der Gemeinde. Leider stoßen wir dabei auch immer wieder an unsere Grenzen, vor allem in Bereichen in denen wir nicht die Baulastträgerin sind. Dies ist an Kreis-, Land- und Bundesstraßen der Fall. Die meisten Beschwerden hinsichtlich der Radinfrastruktur in Engelskirchen beziehen sich auf solche Straßen(abschnitte). Hier sind unsere Einflussmöglichkeiten nur sehr gering. Auch die zentrale, ortsdurchschneidende Straße ist eine Landstraße und hier erreichen uns regelmäßig Beschwerden zu den Radwegebreiten oder auch nicht hinreichend gesicherten Gefahrenstellen. Wir stehen mit dem Landesbetrieb in Kontakt und konnten kürzlich erreichen, dass bestimmte Teilstücke in deren Maßnahmenliste priorisiert werden. Der Prüfvorgang und ggf. die anschließende Umsetzung werden sicherlich auf allen Seiten Geduld erfordern, daher freuen wir uns über jede Unterstützung, die diese Vorgänge beschleunigen könnte.

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Gummersbach

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Die Stadt Gummersbach arbeitet seit geraumer Zeit an verschiedenen Themen hinsichtlich der Förderung des Radverkehrs. Der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, das Einbinden der Radinfrastruktur in jede Baumaßnahme, das Errichten von Fahrradabstellanlagen und das Beschäftigen mit verschiedenen Möglichkeiten des Fahrradverleihs stehen dabei im Vordergrund.

Viel wichtiger bzw. arbeitsintensiver als die offensichtlichen Maßnahmen sind jedoch die vorbereitenden Dinge im Hintergrund. Beispielsweise ist die Prüfung der Zulässigkeit bzw. Vertretbarkeit von Einbahnstraßenöffnungen für Radfahrende erheblich umfassender als der einfache Beschluss dazu. Die bewegte Topografie und enge räumliche Verhältnisse setzen in Gummersbach nicht selten Grenzen. Entscheidungen sind (auch im Einzelfall) mit verschiedenen Behörden und Institutionen (Kreispolizeibehörde, anordnende Verkehrsbehörde, Straßenbaulastträger) abzustimmen. Die Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrende wird im Rahmen des Radverkehrskonzeptes "erweiterte Innenstadt", das aktuell in Gummersbach in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro VIA (ein Radverkehrsspezialist aus Köln) für die erweiterte Innenstadt entwickelt wird, mit betrachtet.

Darüber hinaus befasst sich das Konzept mit der strategischen Analyse wichtiger Verkehrsachsen im Stadtgebiet. Im Ergebnis geht es nicht um das reine Umsetzen von Maßnahmen, sondern vor allem um die sinnvolle Kombination verschiedener städtebaulicher und verkehrstechnischer Maßnahmen mit der Optimierung des Radverkehrs.

Die Fertigstellung des Konzeptes mit schlussendlich Handlungsempfehlungen soll (nach einer umfangreichen Bestandsaufnahme) im Herbst dieses Jahres erfolgen. Es muss und wird sich eine politische Beratung anschließen.

Ziel der Verwaltung ist es, mit der Umsetzung der dann abgestimmten Zielsetzungen im kommenden Jahr zu beginnen.

Die Stadt Gummersbach wirkt auch bzw. selbstverständlich bei der Erstellung eines überregionalen Radverkehrskonzeptes mit.

Im Rahmen der Regionale 2025 ist Projekt "Radverkehrsinfrastruktur Bergisches Rheinland" von der Regionale-Agentur in Bergisch Gladbach auf den Weg gebracht worden, das Potentiale für überregionale Radverkehrsstrukturen und Verknüpfungen beleuchtet.

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Hückeswagen

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Auch die Schloss-Stadt Hückeswagen wird in den nächsten Jahren das Thema Mobilität und Radverkehr stärker verfolgen. In diesem Moment laufen verschiedene Prozesse an, die dieses Thema adressieren.

Mitwirkung beim IRM : Die Schloss-Stadt Hückeswagen ist Teil des Untersuchungsgebietes des Integrierten Regionalen Mobilitätskonzept, in dem sich mehrere rheinisch bergische Kommunen und Städte zusammenfinden und das ganzheitliche Thema der überregionalen Mobilität bearbeiten. Hier werden alle Verkehrsformen betrachtet, auch der überregionale Radverkehr.

Mitwirkung „Regionale Fahrradinfrastruktur im Bergischen RheinLand“ : Das von der Regionale2025 Agentur ins Leben gerufene Projekt soll gezielt das Potenzial des Alltags- und Freizeitradverkehrs im Bergischen RheinLand aufzeigen und eine regionale Grundlage für die (Weiter-)entwicklung der Wege- und Routennetze erarbeiten. Durch die interkommunale Betrachtung können im Anschluss auch Rückschlüsse für die kommunale Weiterentwicklung der Radwege getroffen werden. Auch hier wirkt die Schloss-Stadt Hückeswagen aktiv mit und wird die Erkenntnisse nutzen, um sie in Ihre bereits bestehenden Planungen einzubetten.

Pilotkommune der AGFS: In Verbindung mit dem neuen Fahrradgesetz (in Aufstellung) möchte das Land NRW Kommunen in Zukunft unterstützen, dass Thema des Rad- und Fußverkehrs stärker zu bearbeiten. Hierzu ist seitens der AGFS (Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW) eine Systematik erarbeitet worden, die nun an zwei Pilotkommunen getestet werden soll. Die Schloss-Stadt Hückeswagen wurde als eine dieser Kommunen ausgewählt. Ziel hierbei ist es, den innerstädtischen Fuß- und Radverkehr zu betrachten und eine Handlungsempfehlung für die Zukunft zu geben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch die verschiedenen Konzepte alle Ebenen des Radverkehrs (Regional, interkommunal und auf kommunaler Ebene) derzeit bearbeitet werden und somit die Grundlage für die nächsten Jahre der Mobilitätsentwicklung innerhalb der Stadt entwickelt wird.

Neben den genannten Konzepten erarbeitet die Schloss-Stadt Hückeswagen zurzeit ein integriertes Stadtentwicklungskonzept, in dem vor allem in den Projekten Bahnhofsplatz, Bahnhofstraße, Wupperauen und der Umnutzung des Schlosses das Thema Radverkehr wiederzufinden ist. Perspektivisch ist es vorgesehen, eine Mobilstation in der Nähe des Panoramaradweges (Bahnhofsplatz) entstehen zu lassen, den Fuß- und Radverkehr in der Altstadt durch die Umgestaltung des öffentlichen Raums zu erleichtern, ein Pumptrack in den Wupperauen zu entwickeln und mehr Lade- und Abstellstationen anbieten zu können.

Neben den Projekten in der Innenstadt wird auch das Freizeitgebiet Bevertalsperre bearbeitet. Hier wird zusammen mit dem Oberbergischen Kreis und dem Wupperverband ein Perspektivplan erstellt, um die zukünftige Entwicklung der Talsperre zu analysieren. Hierbei wird das Thema Mobilität und Radverkehr eine große Rolle spielen. Ziel soll es sein, Alternativen für den PKW zu schaffen, um den Druck auf Flächen und Natur zu reduzieren.

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Kürten

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  • In der Gemeinde Kürten laufen aktuell bzw. bereits seit Mitte 2019 Überlegungen, Maßnahmen und Planungen zur Verbesserung Radwegesituation
  • Politik (Federführend: Klima-, Umwelt- und Zukunftsausschuss „KUZA“) und Verwaltung ist bekannt, dass die Bürgerinnen und Bürger sehr an der Verbesserung der Radwegesituation interessiert sind.
  • Darauf hingewiesen hat vor circa zwei Jahren der (örtliche) ADFC. Die vom ADFC in der Sitzung des Zukunftsausschuss vorgetragenen Mängel haben fraktionsübergreifend alle Parteien überzeugt, dass hier großer Handlungsbedarf für die Bürgerinnen und Bürger besteht. Entsprechend wurde das Thema von der Politik als Handlungsfeld anerkannt und steht auf der übergreifenden politischen Agenda.
  • Der schlechte Zustand der Radwege hat seit Jahrzehnten folgenden Gründe
  1. Aufgrund der schwierigen Topographie im Bergischen Land war das Fahrrad immer mehr Sport-Mittel als Fortbewegungs-Mittel
  2. Entsprechend wurden in der Vergangenheit wenige bis keine Radwege für den Alltag oder (Naherholungs-)Tourismus gebaut.
  3. (Heute sind zahlreiche Rennrad-Fahrer auf den Bergischen Straßen anzutreffen. Diese würden wahrscheinlich aber auch bei vorhandenen Radwegen weiterhin auf der Straße fahren.)
  •  Zu unterscheiden ist zwischen dem touristischen Radverkehr und dem Pendler- /Alltagsverkehr. Während ersterer hohen Wert auf eine landschaftlich schöne Streckenführung legt, wobei eine ansprechende Strecke möglichst lang sein soll („der Weg ist das Ziel“), so hat der Pendler-/Alltagsverkehr andere Kriterien. Hier soll eine Wegstrecke möglichst schnell zurückgelegt werden können. Nimmt man den Aspekt der Sicherheit hinzu (Bsp. Beleuchtung, Fahrbahnbeschaffenheit, soziale Kontrolle etc.), so ist dies meist entlang der Hauptverkehrstrecken.
  • In der politischen Diskussion hat man sich geeinigt, zunächst den Alltagsverkehr zu stärken.
  • Zu Beginn des Prozesses wurde ein Fachbüro mit einer Machbarkeitsstudie für die Strecke Spitze bis Biesfeld beauftragt.
  • Geplant ist eine „Ringerschließung“ der Kürtener Ortslagen (zunächst mit Ausnahme von Olpe). Von diesem Erschließungsring können und sollen dann Abzweige zu den interkommunalen und regionalen Radwegen erfolgen.
  • Da die Planung entlang der Landstraßen verläuft, ist der Landesbetrieb Straßen NRW als Straßenbaulastträger maßgeblicher Partner bei der Planung und Umsetzung.
  • Aufgrund der Corona-Pandemie mussten erforderliche Abstimmungsgespräche im Jahr 2020 immer wieder weit verschoben werden bzw. konnten gar nicht stattfinden.
  • Der Rheinisch-Bergische Kreis „RBK“ stellt zurzeit ein Regionales Radwegekonzept auf. Das Kürtener Konzept bildet hierzu einen Baustein.
  • Das „Regionales Radwegenetz“ soll nach Möglichkeit als Projekt der REGIONALE 20205 angemeldet werden. Aus seiner übergeordneten Position heraus soll das Projekt durch den RBK angemeldet und koordiniert werden.
  • Darüber hinaus sucht die Gemeinde Kürten Anbindung an überregionale Radwege, wie bspw. den Agger-Sülz-Radweg. Hierzu laufen Gespräche mit dem RBK bzw. wird das Thema im KUZA diskutiert.
  • Die Gemeinde Kürten hat sich wie alle Kommunen am Projekt „Mobilstationen im Bergischen“ beteiligt. Im Zuge dessen entstehen Pedelec-Verleihstationen und Fahrradboxen am KHS und in Bechen. Weitere Standorte sollen folgen.

Ausblick

Zurzeit wird eine Vermessung für die Ortslage Dürscheid durchgeführt. Für diesen Abschnitt wird das beauftragt Büro bis September 2021 eine Entwurfsplanung erstellen. Diese Entwurfsplanung soll besprochen werden mit

o DenIGs

o DemADFC

o dem LBS als Straßenbaulastträger

o dem RBK als Straßenverkehrsbehörde

Das Radwegekonzept soll dem KUZA zur Entscheidung vorgelegt werden. Entscheidet sich die Politik für das System, so soll die Planung auf die gesamte Strecke ausgeweitet werden. 

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Leichlingen

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Die Stadt Leichlingen ist sich der zum Teil schwierigen Situation für Radler*innen in der Blütenstadt bewusst. Auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen und klimaschonenden Mobilität ist die Stärkung des Radverkehrs allerdings unerlässlich. Um die Verkehrsplanung ganzheitlich zu betrachten, hat die Stadt deshalb die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes auf den Weg gebracht. Die Umsetzung des Projektes beginnt im Juli 2021 mit einer breit angelegten Bürgerbeteiligung. Zusätzlich fließen die Eingaben, die über die RADAR-Funktion der Aktion STADTRADELN in den vergangenen Jahren bei der Stadt eingegangen sind, in das Konzept mit ein.

Anlässlich der Eingaben in diese Mängelmelder-Karte und weiterer Anregungen hat die Stadt außerdem bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt. So wurden zum Beispiel zahlreiche zusätzliche Fahrradständer installiert, unter anderem am Busbahnhof und anderen Bushaltestellen, um den Umstieg vom Fahrrad auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu erleichtern. Zudem möchte Leichlingen zeitnah die erste Fahrradzone einrichten. Sobald die Verwaltungsvorschriften für diese Novellierung der Straßenverkehrsordnung vorliegen, soll ein Konzept in Abstimmung mit der Kreispolizeibehörde erarbeitet und der Politik vorgelegt werden.Gemeinsam mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis wird zudem im Rahmen der Regionale an der regionalen Fahrrad-Infrastruktur im Bergischen Land gearbeitet.Leider sind an einigen Stellen im Stadtgebiet die Einwirkmöglichkeiten der Verwaltung begrenzt. Die Hauptverkehrsachsen in Leichlingen sind Landes- und Kreisstraßen, bei denen neben einer Weitergabe der Meldungen die Einwirkmöglichkeiten der Stadt begrenzt sind.

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Lindlar

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Es gibt ein Schreiben der Gemeinde (als Antwortschreiben an die SPD-Fraktion), das nach Ansicht des Bürgermeisters die wesentlichen Punkte beinhaltet, die wir erfahren wollten. Das Schreiben fügen wir unten an.

Darüber hinaus beginnt die Gemeinde in Kürze mit der Arbeit an einem eigenen Mobilitätskonzept, dass sich auch mit dem Thema Radverkehr befassen wird und von dem man sich zusätzliche Erkenntnisse erhofft.

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Marienheide

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Die Gemeinde Marienheide hat schon sehr früh die Bedeutung des Radverkehrs erkannt und, zunächst insbesondere im touristischen Bereich eine hervorragende Infrastruktur geschaffen (Radweg „Wasserquintett/Bahntrasse“ und Bergischer Fahrradbus), teilweise mit Anschluss an das überregionale Radwegenetz. Bei Straßenneubauten wird das Thema Radfahren konsequent mitgedacht, aber örtliche Gegebenheiten wie z.B. der zur Verfügung stehende Raum zeigen immer wieder Grenzen auf.In der seit einiger Zeit geführten Klimadebatte hat der Klimabeirat Marienheide eine Arbeitsgruppe „Mobilität“ gebildet. Erklärtes Ziel ist die Erarbeitung eines Radwegekonzeptes. Gleichzeitig beschäftigt sich die Gemeinde mit der Verbesserung der Radewegesituation entlang der B 256 von Gummersbach nach Marienheide. Obwohl hier größtenteils ein ausreichender Rad-/Gehweg vorhanden ist, sollen Optimierungen erfolgen, die die Alltagstauglichkeit dieser wichtigen Verbindung verbessern. In diesen Fällen muss alles mit dem Straßenbaulastträger (LB Straßen NRW) abgestimmt und umgesetzt werden. Der Landesbetrieb verfügt zwischenzeitlich über einen Beauftragten für den Radverkehr, der konzeptionell und inhaltlich koordiniert.

Darüber hinaus kann man einen Großteil der 124 km unserer Gemeindestrassen aufgrund der überschaubaren Verkehrsintensität als alltagstauglich für den Fahrradverkehr bezeichnen.Im Bahnhofsbereich Marienheide soll eine Mobilitätsstation errichtet werden, insbesondere mit infrastrukturellen Einrichtungen für die Fahrradfahrer*innen.

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Morsbach

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1. Konzept „Regionale Fahrradinfrastruktur im Bergischen RheinLand“

Die Gemeinde Morsbach beteiligt sich aktiv an der Erstellung des Konzeptes „Regionale Fahrradinfrastruktur im Bergischen RheinLand“, welches von den Kreisen Rhein Sieg Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis und Oberbergischer Kreis in Kooperation mit der Naturregion Sieg, der Regionale 2025 Bergisches RheinLand und der Naturarena Bergisches Land erstellt wird. Ziel der Konzepterstellung ist es, das Potenzial des Alltags- und Freizeitradverkehrs im Bergischen RheinLand zu heben und eine regionale Grundlage für die (Weiter-)entwicklung der Wege- und Routennetze zu erarbeiten. Die Gemeinde Morsbach sieht ein solches überregionales Konzept als wichtige Basis, auf der evtl. später eigenes Radwegekonzept innerhalb des Gemeindegebietes erstellt werden kann.

2. Erstellung eines klimafreundlichen Mobilitätskonzeptes durch einen Klimaschutzmanager

Nach einem entsprechenden Ratsbeschluss im Mai 2021 hat die Gemeindeverwaltung beim Projektträger Jülich Fördermittel für die Einstellung eines Klimaschutzmanagers beantragt. Die Förderung wird zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes mit dem Schwerpunkt Mobilität gewährt. In diesem Rahmen soll eine Weiterentwicklung der Verkehrsplanung unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes erfolgen, wobei eine Stärkung des Radverkehres eine zentrale Rolle spielt.

3. Radwegeplanung Wissen – Morsbach – Friesenhagen

Für den Radweg zwischen den beiden rheinlandpfälzischen Kommunen Wissen und Friesenhagen durch die Gemeinde Morsbach wurde in den vergangenen Jahren bereits zweimal erfolgreich eine Projektskizze beim Förderprogramm „Klimaschutz durch Radverkehr“ eingereicht. Allerdings gibt es aktuell noch Schwierigkeiten auf rheinland-pfälzischer Seite. Dort ist der Landesbetrieb Mobilität für die Planung zuständig, welcher jedoch aufgrund von anderen Projekten derzeit keine Kapazitäten hat, in die Planungen einzusteigen.

4. Austausch mit Landesbetrieb Straßen NRW zur Anlage von straßenbegleitenden Wegen

Die Gemeinde Morsbach steht in engem Kontakt mit dem Landesbetrieb Straßen NRW, um zu prüfen, an welchen Straßen straßenbegleitende Wege für Radfahrende realisiert werden können.

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Nümbrecht

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Auf der einen Seite wollen wir die schöne bergische Region z.B. durch den sog. „Autofreien Sonntag“ auch für Radmenschen bekannt machen. Außerdem werben wir nicht nur fürs Wandern, sondern auch für das Radfahren.Auf der anderen Seite bauen wir unser Radnetz aus. Wir haben eine Förderung in Höhe von rd. 800.000 € erhalten. Damit schließen wir eine Radwegelücke in Breunfeld. Im Ergebnis haben wir dann einen Rundweg von 50 km um Nümbrecht herum, mit wenig Steigungen. Damit sind dann unsere 3 Gewerbegebiete mit dem Rad erreichbar!Wir stimmen zurzeit einen 2 . Förderantrag mit dem OBK ab. Wir wollen eine Verbindung von Homburg Bröl nach Herfterath schaffen. Da Anfangs- und Endpunkt am Radrundweg liegen, würden wir weitere interessante diverse Routenmöglichkeiten schaffen.Außerdem haben wir im Hauptort mehrere Einbahnstraßen entgegensetzt der Fahrtrichtung für den Radverkehr geöffnet.

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Odenthal

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Mobilstationen - im Gemeindegebiet von Odenthal

Mobilstationen sind Verknüpfungspunkte für mehrere Verkehrsmittel an einem zentralen Ort, um den Umstieg für die Verkehrsmittelnutzer vom Auto auf andere Verkehrsträger zu vereinfachen.

In Odenthal gibt es zwei Mobilstationen mit verschiedenen Elementen – eine im Zentrum vor dem Bürgerbüro und eine in Altenberg im Bereich der Buswendeschleife.

Die Mobilstation an der Bushaltestelle Herzogenfeld umfasst eine neue Kombinationshalle für wartende Busfahrgäste, eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder, eine E-Bike Ladestation sowie den E-Bike-Verleih „Das Bergische E-Bike“. Am Schulzentrum und in Altenberg sind sichere Fahrradabstellanlage entstanden.

In Altenberg ist zudem eine Verleihstation des bergischen E-Bikes errichtet worden. In weiteren 4 Gemeindeortsteilen gibt es virtuelle Standorte an denen die E-Bikes abgegeben werden können und wenn der Akku noch mehr als 50 % geladen ist, auch wieder ausgeliehen werden können.

Weitere Fahrradabstellanlagen sind für Blecher, im Bereich des Marktplatzes und für Voiswinkel an der Einmündung St. Engelbert-Straße in der Planung.

In Altenberg und in Odenthal Zentrum werden im Zusammenarbeit mit der örtlichen Gastronomie Radservice-Stationen geplant.

Das Radwegenetz soll ausgebaut werden. Unterschieden wird in diesem Zusammenhang zwischen einem Alltagsnetz und einem Freizeitnetz.

Das Alltagsnetz orientiert sich an dem Knotenpunktsystem des Radverkehrs NRW und der Radregion Rheinland und wird überwiegend entlang der Straßen geführt. Vorrangige Kriterien sind eine gut befahrbare Oberfläche, Beleuchtung und Radabstellanlagen. Diese Netz wird fortlaufend weiterentwickelt. So wurde in diesem Jahr der Wirtschaftsweg Richtung Kochsfeld/Keffermich hinzugefügt, um einen Streckenabschnitt der L 310 zu umfahren.

Das Freizeitnetz ist geprägt von den landschaftlichen Gegebenheiten und führt überwiegend abseits der Hauptverkehrswege. Bestandteil dieses überkommunalen Radnetzes sind die Rad-Themenrouten: Die Dhünn-Runde, die Aquallon-Runde und die Wupperrunde.

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Overath

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Bereits mit der letzten Regionale 2010 wurde seitens der Kreise RBK, OBK und RSK sowie weiterer Kommunen das Projekt Agger-Sülz- Radweg initiiert. Overath, als Stadt an Agger und Sülz gelegen, hat mit diesem Projekt die Chance, die Radwegeinfrastruktur nicht nur für das Freizeitradeln sondern auch zur Ergänzung des Alltagsnetzes im Stadtgebiet qualitativ zu verbessern. Daher wurde dieses Projekt jüngst wieder aufgenommen. Im Bereich der Sülz sind erste Bereiche fertiggestellt sowie weitere bereits in Planung (erster Bauabschnitt: Lindlar-Hommerich (Anschluss Bahntrassenradweg) bis Overath-Bilstein (Fertigstellung 2020); Overath-Bilstein bis -Obersteeg über die Trasse der ehem. Sülztalbahn derzeit in Planung ). Das Projekt Agger-Sülz-Radweg wird auch im Rahmen der Regionale 2025 aktuell weiter verfolgt.

Seitens des RBK wurde das Projekt „Mobilstationen – Das Bausteinsystem“ ins Leben gerufen. In diesem Zusammenhang wurde am Wanderbahnhof in Overath bereits ein E-Bike-Verleihsystem installiert. Als weitere Bausteine sollen folgen: 30 Fahrradboxen, 3 Info-Stelen sowie ein Car-Sharing-Angebot und ein Ladepunkt.

Der Rheinisch-Bergische Kreis hat im Zuge des Ausbaus der K 38 sukzessive einen Radweg gebaut.

Mittels Verwaltungsvereinbarung wurden/werden ebenso Radwege entlang klassifizierter Straßen gebaut/ertüchtigt. Hier sei zu nennen der erfolgte Radwegebau entlang der L 136 von Overath-Zentrum nach Heiligenhaus, die Planungen weiter nach Steinenbrück laufen. Ziel ist es, im Stadtgebiet ein Netz von Ortsverbindungen zu schaffen. Die Mobilität und insbesondere die umweltfreundliche und klimaschützende Erreichbarkeit der einzelnen Ortslagen werden einen wichtigen Baustein bei der in Kürze beginnenden Erarbeitung einer strategischen Entwicklungsplanung für die Gesamtstadt darstellen.

Parallel dazu hat die Verwaltung begonnen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur planerisch vorzubereiten. Hier soll eine

Die Stadt Overath hat in den letzten Jahren in unterschiedlichen Kontexten Konzepte erarbeitet bzw. unter Inanspruchnahme von Förderung erarbeiten lassen, um die Mobilitätsbedarfe von Radfahrenden aber auch zu Fuß gehenden zu untersuchen und Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung zu erhalten. Es wurde neben einem Radverkehrskonzept für den Hauptort (Bachelorarbeit – Vorstellung im Rat 10/2019) auch ein seitens des Landes NRW geförderter Fußverkehrscheck (2019/2020) im Hauptort im Bereich der Hauptstraße durchgeführt. Ebenso wurde ein Klimaschutzteilkonzept Mobilität mit Mitteln aus der Kommunalrichtlinie erstellt und im Februar 2021 im zuständigen Ausschuss vorgestellt. Die einzelnen Maßnahmenkataloge gilt es nun zusammenzuführen, integriert zu betrachten und eine Umsetzungsempfehlung zu erarbeiten, um die bestmögliche Lösung für alle Verkehrsteilnehmenden zu erzielen mit besonderem Fokus auf den Umweltverbund.

zeitnahe Konzepterstellung zur Errichtung von Ladeinfrastruktur für PKW aber auch für E-Bikes in interkommunaler Kooperation erfolgen.

Im Tourismusarbeitskreis (jetzt Tourismus-Werkstatt) wurde zudem eine Radroute Overath konzipiert als Rundkurs auf dem Stadtgebiet. Der Streckenentwurf wurde in die übergeordneten Planungen seitens der Regionale 2025 - Projekt Regionale Fahrradinfrastruktur im Bergischen RheinLand - eingespeist.

Die Stadt Overath ist zudem Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität NRW und profitiert von den entsprechenden Unterstützungsangeboten.

Das Themenfeld Mobilität und somit auch der Radverkehr hat nicht zuletzt durch die Einrichtung einer verwaltungsinternen Stabsstelle für Stadtentwicklung, Mobilität, Klimaschutz, Fördermittelakquise sowie eines neuen Ausschusses für Zukunft, Umwelt, Mobilität und Tourismus an Bedeutung gewonnen.


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Radevormwald

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Die Verwaltung hat in den Rat der Stadt eine Beschlussvorlage eingebracht, ob ein Rad- und Fußwegekonzept durch ein externes Fachbüro erstellt werden soll. Damit soll langfristig ein Handlungsplan zu Verbesserung der Situation für Radfahrer vor Ort erarbeitet werden, so dass dem entsprechend die finanziellen Mittel für die zukünftigen Jahren im Haushalt bereitgestellt werden. Des Weiteren soll im Rahmen der Ratssitzung auch darüber abgestimmt werden inwieweit die Verwaltung den Radweg „Obere Wupper“ zwischen Wuppertal und Hückeswagen weiterverfolgt. Die Ratssitzung findet am 22.6. statt.

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Reichshof

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Das ,,Radfahren" hat gerade in der Coronapandemiezeit deutlich an Bedeutung gewonnen und ist natürlich auch in der Gemeinde Reichshof ein Thema, das auf der Agenda steht.

Gleichzeitig fördert die Radverkehrsmobilitat die Gesundheit und den Klimaschutz.

Wir nehmen in diesem Jahr auch erstmals an der Kampagne "Stadtradeln" teil, obwohl hier eine besondere Rücksichtnahme der motorisierten Verkehrsteilnehmer auf die Radfahrer erforderlich ist, da sich beide den vorhandenen Straßenraum teilen müssen.

Die Gemeinde Reichshof als großflächige Kommune mit rd. 115 qkm Gebietsflache und 106 Ortschaften verfügt über ein ausgeprägtes Straßennetz von Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen, sowie Wirtschaftswegen.

Wir haben die Besonderheit, dass wir keinen zentralen Hauptort in der Gemeinde Reichshof haben, sondern verfügen über vier Siedlungsschwerpunkte, die allesamt ca. 12 bis 17 km auseinanderliegen.

Ein umfassendes Radwegenetz ist bisher im gesamten Gemeindegebiet nicht vorhanden. Lediglich in wenigen einzelnen Bereichen gibt es Radwegeverbindungen auf einem separaten Radweg mit überörtlichem Anschluss.

Hier zu nennen der Raum Wildbergerhütte mit Anschluss in Richtung Rothemühle/Olpe und in Richtung Waldbröl, der Raum Denklingen mit Anbindung in Richtung Hermesdorf und das Steinaggertal mit Radweg ab Ortsende Allenbach in Richtung Derschlag zum Radweg nach Bergneustadt und Gummersbach.

Um unser Gemeindegebiet für die Alltags- und Freizeitradfahrer zu erschließen, habe ich eine Planskizze mit ldeenpapier zu Beginn des REGIONALE 2025 Prozesses erstellt und den zuständigen Stellen beim OBK und der REGIONALE Agentur, sowie dem Landesbetrieb Straßen NRW zur Verfügung gestellt.

Neue notwendige Radwege, die die Siedlungsschwerpunkte in der Gemeinde Reichshof und die Nachbarkommunen mit uns verbinden würden, liegen meistens an Landes- und Kreisstraßen und damit nicht in unserer Straßenbaulast.

Neue Radwege, als separate Trasse neben den meist engen kurvenreichen Verkehrsstraßen zu erstellen, erfordert einen immensen planerischen und finanziellen Aufwand bei allen Beteiligten. Die Frage ist, ob trotz aller Förderprogramme, die derzeit von Bund und Land auf den Markt gebracht werden, dieser Planungs- und Realisierungsaufwand bei angespannter Finanz- und Personallage zu stemmen ist. Eigenanteile müssen von den Straßenbaulastträgern getragen werden.

Des weiteren stellt sich die Frage, ab die Grundstücksflachen zur Schaffung neuer Radwegeverbindungen von den Eigentümern zu erwerben sind. Gerade in unserer weitläufigen Gemeindestruktur sind das elementare Fragen.

Hinzu kommt die Problematik, welcher Sanierungsstau ist im vorhandenen Straßennetz mit hohem finanziellen Aufwand (bei fehlender Finanzmasse) abzuarbeiten, um generell die Verkehrssicherheit auf den vorhandenen Fahrbahnen zu erhalten.

Der Gemeinderat hat den Bürgermeister in seiner Sitzung am 09.03.2021 beauftragt, die Erarbeitung eines Radwegekonzeptes für das Gebiet der Gemeinde Reichshof auf den Weg zu bringen.

Zuvor will aber der Bürgermeister die Erstellung eines überregionalen Radwegekonzeptes für die Region im Rahmen der REGIONALE 2025 abgewarten.

lnsgesamt betrachtet ist es richtig, dem Radverkehr und der Sicherheit der Radfahrer*innen durch eigene Radwegetrassen eine hohe Bedeutung beizumessen.

Ebenso sind die Fördermoglichkeiten von Bund und Land zu begrüßen.

Aber wir werden dennoch einen langen Atem benoöigen, bis sich die Schaffung neuer Radwege im Gemeindegebiet und in der Region verwirklichen lassen wird.

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Rösrath

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Generell bleibt festzuhalten, dass das Thema „Radverkehr“ seit 2-3 Jahren verwaltungsntern wesentlich stärker in den Focus gerückt ist. Viele Dinge brauchen aber leider einen längeren Planungsvorlauf oder bedingen einen oftmals komplexen Abstimmungsbedarf mit anderen Behörden bzw. Zuständigkeiten. Insofern ist für den Bürger vor Ort oftmals wenig zu sehen. Durch die politischen Anträge der letzten Monate in Rösrath hat das Thema jedoch noch zusätzliche Dynamik erhalten. Insofern fühlt sich Rösrath auf einem guten Weg und wird das Thema in den nächsten Jahren weiter forcieren. Im Folgenden sind laufende, konkrete Maßnahmen aufgelistet:

Schutzstreifen entlang der Landstraßen

Diese wurden vor einigen Jahren auf Initiative der Stadt durch Straßen NRW umgesetzt

Fahrradboxen an den Bahnhöfen in Rösrath und Stümpen

Es wurden 28 Fahrradboxen an den Bahnhöfen Rösrath (10) und Stümpen (18) mit Förderung des Landes aufgestellt. Das Vermietungsgeschäft läuft über die Stadt Rösrath. Nahezu alle Boxen sind zwischenzeitlich vermietet.

Gegenläufige Radfahrstreifen Rotdornallee und Bahnhofstraße

Im Zuge des Ausbaus der Rotdornallee wurde in dem westlichen Teilbereich durch geeignete bauliche Maßnahmen die Möglichkeit eröffnet, dass Radfahrer diese gegen die Einbahnstraße nutzen können. Das gleich gilt für die Bahnhofstraße im Ortskern von Hoffnungsthal. Es besteht ein politischer Auftrag, diese Regelung auch in weiteren Einbahnstraßen in Rösrath zu prüfen.

Aufstellung von neuen Fahrradbügeln Verfügungsfonds InHK

Der Verfügungsfonds im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes Rösrath-Nord eröffnet privaten Gruppierungen die Möglichkeit, städtebauliche Maßnahmen mit einem 50% Zuschuss umzusetzen. Die Händlergemeinschaft „Gemeinsam für Rösrath“ und die „Ortsgemeinschaft Rösrath“ haben hier schon verschiedene Projekte angestoßen, unter anderem abschnittsweise die Aufstellung von bis zu 25 Fahrradanlehnbügeln im Ortskern. 

Darüber hinaus stellt die Stadt aktuell an zentralen Punkten im Stadtgebiet 25 weitere Fahrradanlehnbügel auf, um ein gesichertes Abschließen von hochwertigen Fahrrädern zu ermöglichen und wird dieses Angebot in den nächsten Jahren im Rahmen verschiedener Projekte weiter ausweiten

Lastenfahrradstellplatz Veurneplatz

Am Veurneplatz wurde die erste offizielle Abstellmöglichkeit für Lastenfahrräder angelegt. Es ist angedacht, durch Gespräche mit verschiedenen Anbietern im Einzelhandel diese zu animieren, auf privaten Flächen auch hier ein Angebot zu schaffen.

Ausleihe eines Lastenfahrrads über das Kundencenter der RVK

Auf Initiative des ADFC ist ein Lastenfahrrad angeschafft worden, das zu Jedermanns Ausleihe zur Verfügung steht. Nach Koordination durch die Stadt wird die Ausleihe über das RVK-Kundencenter am Bhf Rösrath abgewickelt. Das Angebot soll im Juli 2021 „an den Start gehen“.

Mobilstationen in Rösrath und Hoffnungsthal incl. Fahrradverleih über Nextbike

Im Rahmen des kreisweiten Konzeptes setzt die Stadt Rösrath zur Zeit zwei Mobilstationen am Bahnhof Rösrath und in Hoffnungsthal um. Hierbei werden die verschiedenen Verkehrsarten miteinander verknüpft und Serviceangebote für den Bürger geschaffen. Dabei ist am Bahnhof Rösrath die Errichtung von 50 Fahrradabstellmöglichkeiten und weiteren 20 Fahrradboxen an der Rückseite des Bahnhofes/Bensberger Straße im Bau.  

Ein weiterer Baustein dieses Mobilitätskonzeptes ist die Ausleihmöglichkeit von E-Bikes. Betreiber ist die Firma Nextbike. Dieses Angebot besteht in Rösrath und Forsbach; demnächst wird auch in Hoffnungsthal dieses möglich sein. Die Station am Bahnhof Rösrath weist im Übrigen die höchsten Ausleihzahlen aller bergischen Kommunen auf. (Nähere Informationen dazu erhalten Sie über die RVK). Das gleiche gilt für die Nutzung der sogenannten „virtuellen Stationen“, d.h. gekennzeichnete Flächen, an denen das Fahrrad abgestellt oder zurückgegeben werden kann. Die Stadt Rösrath plant zur Zeit zusammen mit der RVK eine Ausweitung dieser virtuellen Stationen im Stadtgebiet.

Agger-Sülz-Radweg

In seinem Südteil ist der Agger-Sülz-Radweg vor Jahren schon eröffnet worden. Er stellt eine großräumige Verbindung der Kommunen Siegburg, Troisdorf, Lohmar, Rösrath, Overath dar und dient, neben dem touristischen Aspekt, auch zur Stärkung des Binnenverkehrs. In Rösrath warten zwei Teilabschnitte dabei noch auf ihre Realisierung. Einerseits hat der Eigentümer von Haus Stade in Hoffnungsthal seine Zustimmung für die Trassenführung leider zurückgezogen. Andererseits laufen Gespräche über den Netzschluss zwischen Lehmbach und Untereschbach. In beiden Fällen sind jedoch Brücken über die Sülz zu errichten.

Radpendlerroute Rösrath-Köln

Im Rahmen der Kooperation „Köln und rechtsrheinisch angrenzende Städte“ ist das Projekt „schnelle Radpendlerrouten“ entstanden. Hierbei soll u.a. vom Bhf Rösrath bis zum Bhf Köln-Deutz ein qualitativ hochwertiger, durchgängiger Fahrradweg entstehen. Auf Rösrather Stadtgebiet wäre das ein verbesserter Fahrradweg entlang der Kölner Straße. Hier sind erste Planungen mit den betroffenen Kommunen und Straßenbaulastträgern angelaufen.

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Waldbröl

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Es ist allgemeiner politischer Konsens, dass die die Radwegsituation im Stadtgebiet Waldbröl zu verbessern ist.

Bereits ab dem Jahr 2020 hat die Marktstadt Waldbröl begonnen, im Zuge von Straßenbaumaßnahmen den Radverkehr zu berücksichtigen. So sind an allen Bundes- und Landstraße Rad-Gehwege errichtet worden. Insbesondere spielte der Radverkehr bei der Verabschiedung des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzeptes (IEHK) im Jahr 2013 eine wichtige Rolle. Der neu gewählte Stadtrat hat in Fortsetzung dieser Planungsstrategie die Verwaltung beauftragt, ein Radwegekonzept zu erstellen, um ein attraktives, sicheres und lückenloses Radwegenetz für den Alltags- und touristischen Verkehr für das Stadtgebiet zu entwickeln.

Im ersten Schritt sollen die vorhandenen Radverkehrsanlagen erfasst und bewertet werden (bis Ende August 2021).

Danach sollen im Rahmen eines Bürgerworkshops, der möglichst noch vor den diesjährigen Herbstferien stattfinden soll, die Bürger zu Wort kommen, um ein Wunschliniennetz zu erarbeiten.

Die Ergebnisse der sich daran anschließenden Konzeptplanung werden dann wiederum mit der Bürgerschaft als auch mit den politischen Gremien diskutiert, um abschließend ein Bauprogramm für Verbesserungs-, Sanierungs- sowie Aus- und Neubaumaßnahmen im Rat der Marktstadt Waldbröl zu verabschieden.

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Wermelskirchen

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"Vor 2014 hat niemand über Radwege gesprochen"., sagt Harald Drescher, Leiter des Tiefbauamtes. Jetzt sieht es anders aus.

Auf der Trasse seien 2020 100 Prozent mehr Räder gezählt worden als 2019. 

Innerstädtisch sei man kurz vor der Fertigstellung eines 400m Verbindungsstücks / Lückenschluss zur Trasse. Ansonsten gibt es einzelne Geh-/Radwege. Mit weiteren oist man angewiesen auf den Landesbetrieb Straßen. 

Da haben wir ganz viele Anträge gestellt. Und die haben auch reagiert und einen Planer eingestellt. Da merkt man den Druck.
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Wiehl

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Die Stadt Wiehl hat aktuell die Aufstellung eines Integrierten Mobilitätskonzeptes beauftragt. Darin bildet das Thema Radwege einen Schwerpunkt. Ziel soll ein Radwegekonzept sein. Die Maßnahmen zu dessen Umsetzung werden dann nach und nach realisiert werden.

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Wipperfürth

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Die Hansestadt Wipperfürth informiert und bewirbt im Tourismus die ausgezeichneten Radwege/-touren, insbesondere die Bahntrassenradwege, Wasserquintett-Radweg, Kirchdorfradwege, Radroute Wipperfürth Lindlar. Unser Stadtmarketing bietet Service (natürlich auch für Einheimische) mit Radkarten GPX-Tracks etc. und kooperiert mit Nachbarkommunen sowie dem regionalen Tourismusverband Naturarena / Das Bergische. Zu diesem Angebot gehört auch der Bergische Fahrradbus, der ab Sommerferienbeginn, 3. Juli, wieder fährt. Außerdem arbeiten wir regelmäßig mit dem Radwegemanager beim Naturpark Bergisches Land zusammen (z.B. bei Mängeln/Verbesserungen in der Wegweisung).

Der Radweg Wipperfürth Lindlar wird demnächst mit der NRW-weiten, roten Beschilderung des Radwegenetz NRW ausgeschildert, die auch Teil der Straßenverkehrsordnung ist. Die Planung ist abgeschlossen, Schilderstandorte wurden bestimmt. Der Auftrag zur Umsetzung im Gelände soll in Kürze erfolgen.

Grundsätzlich sind für Gäste/Tourist*innen die gleichen Grundvoraussetzungen von Bedeutung wie für Alltagsradler*innen: Sichere, breite, möglichst autofreie oder abgetrennte Radwege mit guter Pflege/Reinigung/Winterdienst. Die Radwege auf der ehemaligen Bahntrasse werden im Winter durch unseren Bauhof von Schnee und Eis befreit. Hierzu wurde im vergangenen Winter eine Kooperation mit den Nachbarkommunen Hückeswagen und Marienheide geschlossen, die die Radwege in ihrem Gemeindegebiet bei Bedarf im Winter ebenfalls räumen lassen.

Zusätzliche Radwege außerhalb des Stadtkerns befinden sich in Planung: a) Radweg Wipperfürth – Kreuzberg – Halver; b) Verlängerung Radweg L302 Niedergaul – Dohrgaul c) Alltagsroute Wipperfürth – Lindlar.

Nicht zuletzt wird das Thema „Radverkehr“ ein wichtiger, zu untersuchender Bestandteil im Rahmen der parallelen Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes und des Mobilitätskonzeptes sein (dazu wird es auch entsprechende Bürgerbeteiligungsformate geben!). Aktuell beschäftigt sich eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe intensiv mit dem Thema innerstädtische Radwege sowie Anbindung der Kirchdörfer – auch als Reaktion auf die Anfragen aus der Politik, speziell von Seiten der Grünen, die das Thema forcieren und im letzten Ausschuss für Stadtentwicklung (ASt) einen ausführlichen Antrag gestellt hatten.

Weitere Anhaltspunkte zur Radwegeinfrastruktur finden Sie auch im Rats- bzw. Bürgerinformationssystem unter dem Stichwort „Radweg“.


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Radwege im Bergischen - eine Geduldsprobe
© Brigitte Mackscheidt
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Oberbergischer Kreis

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Der Oberbergische Kreis betreibt mit den Rheinische-Bergischen Kreis gemeinsam ein Radwegemanagement, das über eine Person mit Radwegepaten die Qualität der ausgeschilderten Radrouten mit dazugehörigen Radwegen überprüft. Sicherheitsrelevante Mängel werden entweder direkt beseitigt oder über den engen Kontakt mit den kommunalen Bauhöfen sowie den Bauhöfen des Landesbetriebes Straßenbau NRW zeitnah beseitigt. 

Außerdem ist der Oberbergische Kreis regelmäßig mit den kommunal beauftragten Nahmobilitätsbeauftragten in Kontakt und übernimmt die Koordinierung und Begleitung von neuen, kommunalübergreifenden Planungen. Die Umsetzung der Maßnahmen obliegt den jeweiligen Straßenbaulastträgern. Der Oberbergische Kreis ist lediglich auf seinen Kreisstraßen für den Bau und die Unterhaltung der Radwege in verantwortlich. Zurzeit wird im Bereich der Bevertalsperre an den Kreisstraßen 5 und 13 eine Radwegelücke zwischen Hückeswagen, der Bevertalsperre und Wipperfürth geschlossen.

Kommunal übergreifend befindet sich aktuell der interkommunal bedeutsame ca. 115 km lange Agger-Sülz-Radweg in Teilabschnitten in der Umsetzung als auch in der Planung. Die Routenführung übernimmt ebenfalls Funktionen des Alltagsnetzes.

Gleiches gilt für die mitfinanzierte Machbarkeitsstudie des Radweges „Oberes Tal der Wupper“, wodurch eine verkehrssichere und attraktive Radroute zwischen Hückeswagen und der Nordbahntrasse in Wuppertal planerisch betreut werden soll.

In weiteren Projekten ist der Oberbergische Kreis eingebunden, wenn kommunale Grenzen und vor allem Kreisgrenzen überschritten werden.

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Rheinisch-Bergischer Kreis

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Detaillierte Informationen hat der Kreis hier übersichtlich veröffentlicht.

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