
RBK: Bürgermeister verlassen Verhandlungstisch
80 Stellen mehr: Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es ein neues politisches Erdbeben. Grund ist wieder einmal der Kreishaushalt. Diesmal geht es um den Stellenplan. Die Bürgermeister*innen im Kreis sind aus den Haushaltsgesprächen ausgestiegen.
Veröffentlicht: Montag, 28.11.2022 05:40
Diesmal sollte alles anders werden. Der Rheinisch-Bergische Kreis und die Spitzen von Städten und Gemeinden wollten den Kreishaushaltsentwurf und das Geld, das die Kommunen an den Kreis zahlen müssen, intern diskutieren, und nicht wie im letzten Jahr vor allem über die Medien.
Doch am Sonntag haben die Bürgermeister*innen eine Stellungnahme veröffentlicht. Sie seien „sehr irritiert“ über eine so wörtlich „schier unglaubliche Stellenvermehrung“ in einer neuen Sitzungsvorlage, von der im letzten Gespräch mit dem Landrat am 18.11. "mit keinem Wort die Rede" war. Kostenpunkt 18,7 Millionen Euro.
Jetzt sind die Politiker am Zug: Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister appellieren an den Kreistag die "unglaubliche Stellenmehrung" abzulehnen.