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Reaktionen auf Woelkis Rücktrittsangebot
© Kirchenzeitung, Boecker
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Reaktionen auf Woelkis Rücktrittsangebot

Viele Katholiken in unserer Region schauen zurzeit in Richtung des Vatikans. Der Papst muss über das Rücktrittsangebot von Kardinal Woelki als Erzbischof von Köln entscheiden.

Veröffentlicht: Mittwoch, 02.03.2022 09:11

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In ersten Reaktionen wird deutlich: Viele hoffen darauf, dass der Papst der Bitte um den Amtsverzicht nachkommen wird. Vom Dachverband der katholischen Jugendverbände im Erzbistum Köln heißt es, das Angebot biete in einer festgefahrenen Situation die Chance für einen Neubeginn. Man erwarte, dass der Papst dieses Rücktrittsangebot annehme.

Auch Maria Mesrian von der Kirchenreformbewegung Maria 2.0 ist erleichtert. Das sei aber erst der Anfang, es müsse noch viel mehr passieren, damit die Katholische Kirche ein Zukunft habe, sagte Mesrian.

Kardinal Woelki hatte dem Papst nach eigenen Worten seinen Amtsverzicht angeboten. Der Papst werde zu gegebener Zeit darüber entscheiden, hat das Erzbistum am Mittwochvormittag mitgeteilt. Zunächst hatte der Papst Woelki angewiesen, seinen Dienst als Erzbischof von Köln wie geplant aufzunehmen.

Woelki hat sich an seinem heutigen ersten Arbeitstag nach der Zwangspause mit einem Brief an die Gläubigen gewandt. In dem Schreiben räumte Woelki eigene Fehler ein und erklärte, er wolle unabhängig von der Entscheidung des Papstes alles tun, um Vertrauen wiederaufzubauen. 

Kardinal Woelki hatte 2020 eine Vertrauenskrise ausgelöst, als er entschieden hatte, ein Gutachten über den Umgang mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs nicht öffentlich zu machen.

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