
Regen: Bauern und Forstwirte atmen auf
Nach fast zwei Wochen Regen wird es langsam wieder grün im Bergischen. Auf den Wiesen wächst wieder Gras und die obersten Schichten der Waldböden sind wieder durchfeuchtet. Das lässt die Landwirte und Forstwirte zwar aufatmen, reicht aber noch nicht, um die Dürreschäden komplett auszugleichen.
Veröffentlicht: Dienstag, 20.09.2022 13:58
Die Landwirte hoffen jetzt zwar auf eine Grünfutter-Ernte, gehen aber davon aus, das sie eher spärlich ausfällt, sagt Franz Bellinghausen von der Kreisbauernschaft Oberberg:
Um einen guten Schnitt zu ernten, ist leider das Jahr zu weit fortgeschritten. Die Tage sind zu kurz und das Gras wird nicht mehr entsprechend wachsen. Man befürchtet natürlich, dass der kommende Sommer auch wieder ein sehr trockener werden könnte. Dann werden die Vorräte sicherlich aufgebraucht sein und auf viele Bertriebe wird dann ein extremes Futterproblem zukommen.
Mit gemischten Gefühlen blicken auch die Forstwirte auf den bisherigen Regen: Die Waldböden haben bisher zwar genügend Wasser aufgesogen, um junge Bäume zu versorgen. Für große, alte Bäume reicht es aber noch nicht. Wie groß die Dürreschäden sind, wird sich erst im Frühjahr zeigen, sagen die Experten vom Landesbetrieb Wald und Holz.