
Remscheider Raser-Prozess: Lebenslange Haft gefordert
Die Staatsanwaltschaft am Wuppertaler Landgericht hat am Dienstag lebenslange Haft für den Raser von Remscheid beantragt. Der 25-Jährige soll im letzten Jahr zwei junge Frauen mit seinem Sportwagen überfahren haben - eine starb, die andere überlebte schwer verletzt.
Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2026 14:15
Die Anklage lautet auf Mord. Am Dienstag wurden die Plädoyers gehalten, am Donnerstag soll das Urteil fallen.
Der Staatsanwalt bezeichnete den 25-Jährigen in seinem Plädoyer als „tickende Zeitbombe". Er verwies auf zahlreiche halsbrecherische Fahrmanöver auf mehreren Videos. Videos zeigten, wie der Angeklagte innerorts auf 151 Stundenkilometer beschleunigte und auf Landstraßen sogar 217 fuhr.
Die Verteidigung widersprach dem Mordvorwurf und plädierte für eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung. Der Angeklagte habe zwar rücksichtslos gehandelt, aber ohne Tötungsvorsatz.
Der Unfall passierte Ende April letzten Jahres: Der betrunkene 25-Jährige hatte beim Anfahren Vollgas gegeben, der Sportwagen war ausgebrochen und auf den Bürgersteig geraten, wo er die beiden jungen Frauen erfasste. Die Frauen waren bei dem Aufprall durch die Luft geschleudert worden. Eine Blutprobe ergab bei dem Fahrer 1,46 Promille.
Der 25-Jährige selbst bat vor Gericht um Vergebung: Er bereue zutiefst, was er getan habe.