
Reul fordert Zugriff auf IP-Adressen bei Missbrauchsfällen
Nach den Missbrauchsfällen, wie dem Kinderporno-Netzwerk, das in Bergisch Gladbach aufgedeckt wurde, fordert der Leichlinger Politiker und NRW Innenminister Herbert Reul Sonderzugriffsrechte auf die IP-Adressen Verdächtiger. Solange die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland «auf Eis» liege, müssten die demokratischen Parteien in diesen Fällen Sondermöglichkeiten finden, sagte Reul.
Veröffentlicht: Montag, 23.12.2019 09:46
Den Anstieg der Fallzahlen bei Kindesmissbrauch und Kinderpornografie bezeichnete Reul als erschreckend. Alleine im Bereich der Kinderpornographie seien die Zahlen bis Ende November um 63 Prozent gestiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Angesichts der enormen Datenmengen und der ständig wachsenden Zahl an Verfahren stießen die Ermittler an ihre Grenzen, sagte Reul. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz werde angesichts der Datenfluten immer wichtiger. Nötig seien intelligente Softwaresysteme, die nur die polizeilich spannenden Daten für die Ermittler aussortierten.