
Rhein-Berg: Korrigierte Inzidenz mit Folgen?
Eigentlich sollte die Bundes-Notbremse die Corona-Regeln vereinfachen. Bei uns im Bergischen sieht das aktuell allerdings anders aus: Es geht um die Frage welche Zahlen die Grundlage für Lockerungen sind. Die tagesaktuellen Werte des Robert-Koch-Instituts oder die nachträglich korrigierten Inzidenzen.
Veröffentlicht: Dienstag, 04.05.2021 14:33
Im Rheinisch-Bergischen würde das momentan einen großen Unterschied machen. Geht man nach den tagesaktuellen Zahlen muss der Kreis stand Dienstagnachmittag nur noch einmal unter der 100er Marke liegen, dann stünden Lockerungen an. Anders, wenn man die korrigierten Zahlen betrachtet, in denen auch die nachgemeldeten Fälle berücksichtigt werden. Danach lag die Inzidenz im Kreis bisher noch nicht wieder unter 100.
Das NRW Gesundheitsministerium hat uns gesagt, dass noch die tagesaktuellen Zahlen genutzt werden. Es wünscht sich aber, dass das geändert wird, da die korrigierten Werte das Geschehen realer zeigen. Dafür wäre allerdings eine bundeseinheitliche Regelung nötig. Ob sie kommt bleibt abzuwarten. Generell sind Korrekturen bei der Inzidenz nicht ungewöhnlich – im Rheinisch-Bergischen sind sie zuletzt allerdings sehr deutlich ausgefallen.