
4 Uhr 45 in der Früh. Ankunft im Sender. Der erste Weg führt in die Küche, zur Kaffeemaschine. Wasser rein, Filter, fünf Löffel. Maschine anstellen. Und sich auf den baldigen Wachmacher freuen. Doch dieser Morgen sollte anders werden.
Wieso? Die Handwerker waren im Haus! Die haben zwar nicht in der Küche gearbeitet, aber das Handwerker-Karma will: Wenn sie weg sind, geht irgendwas kaputt. In diesem Fall die Steckerleiste in der Küche. Und das Mitten in der Kaffeeproduktion. Frechheit, denken wir uns. Und dachte sich offenbar auch die Maschine. Und wollte auch nachdem wir ihr provisorisch neuen Saft zuführen konnten („Vorsicht, fall nicht über das fünf Meter lange Verlängerungskabel in der Küche!“) ihren Dienst nicht wieder aufnehmen. Was tun? Klar, erst mal ausgiebig die fünf Stufen der Trauer durchmachen. Von Leugnen („Das darf jetzt nicht wahr sein!!!“) über Zorn („So eine schei*e!“) bis zum ausgiebigen Weinen. Durchgespielt von Kollegin Sandra Samper in nur drei Minuten.
Zur letzten Stufe, Akzeptanz, muss es nicht mehr kommen. Denn Retterin Melanie Schicha aus den Nachrichten stellt uns erst ihre Kaffeekapseln zur Verfügung – und wird dann auch noch endgültig zur Heldin, als sie in der Abstellkammer eine niegelnagelneue Kaffeemaschine findet!
Die versorgt uns dann schnell wieder mit dem schwarzen Gold. Die Show kann weitergehen. Wie nah die Sendung vor dem Abbruch stand werden Hörer und Chefin wohl nie erfahren.
Oh. Ups.