
Schon wieder ein Gülle-Gau an der Neye
Neun Jahre nach der schweren Güllekatastrophe an der Neyetalsperre ist erneut massenhaft Gülle in einen Nebenarm der Neye geflossen und hat die Talsperre kontaminiert. Das Brisante: Die Gülle kam vom selben landwirtschaftlichen Betrieb wie damals. Nach Angaben des Oberbergischen-und Märkischen Kreises sowie des Wupperverbands ist die Trinkwasserversorgung jedoch nicht gefährdet.
Veröffentlicht: Montag, 09.09.2024 13:23
Am Samstagabend gegen 19 Uhr ist das neue Gülle-Unglück beim Oberbergischen Kreis gemeldet worden. Um die 500.000 Liter Gülle sind von dem landwirtschaftlichen Betrieb in Halver-Kotten in den Nebenarm der Neye gelangt. Die untere Wasserbehörde des Märkischen Kreises hatte festgestellt, dass dort ein Regenrückhaltebecken nicht mehr funktioniert hatte. Im März 2015 waren vom Hof des Landwirts bereits 1,7 Millionen Liter Gülle Richtung Neyetalsperre geflossen und haben für ein massives Fischsterben und eine starke Verunreinigung der Talsperre gesorgt. Und auch dieses Mal sind wieder viele Fische gestorben. Noch am Wochenende wurde das Wasser am Zulauf der Neyetalsperre untersucht. Noch sind aber nicht alle Proben zur Wasserqualität ausgewertet. Die Talsperren und die Zuläufe werden jetzt im regelmäßigen Turnus weiter geprüft. Außerdem ist eine Leitungsverbindung zur Bevertalsperre geschlossen worden, so dass hier kein verseuchtes Wasser mehr abgegeben werden kann. Polizei und Staatsanwaltschaft sind informiert und werden hier ermitteln.