
„Als ich wieder zu Bewusstsein kam, war ich völlig gelähmt, konnte nicht mehr reden, lesen, gehen."
Juliane war an einem Frühlingsabend 1994 bei Dunkelheit auf regennasser, abschüssiger Straße mit dem Rad unterwegs zu einer Veranstaltung. Sie trug keinen Helm und stürzte. An den Unfall hat sie keine Erinnerung mehr. Durch den Sturz erlitt sie eine Schädelfraktur und schwebte in Lebensgefahr: „Es war ein langer unerbittlicher Kampf.“
Noch heute leidet Juliane unter den Folgen ihres Sturzes. Sie ist zu 60% schwerbehindert, berufsunfähig und hat eine bleibende Gesichtslähmung zurückbehalten. Heute sagt sie: „Seither habe ich mir angewöhnt, in meinem Umkreis darauf zu drängen, einen Fahrradhelm zu tragen. Schützt euren Kopf!“
Juliane ist Teil der Kampagne "Ja zum Helm - weil Leben schön ist". Bei Radio Berg erzählt sie ihre Geschichte.
Auch Werner aus Wiehl macht mit bei der Kampagne. Der passionierte Radfahrer, der gut 8.000 Kilometer im Jahr auf seinem Rennrad und dem Tourenrad macht, ist gleich zweimal gestürzt. In beiden Fällen ist sein Helm gebrochen - nicht aber der Kopf. Deshalb wirbt Werner: "Ein Sturz kann immer passieren. Und bevor man einen Schädelbruch erleidet, plädiere ich dafür: Lasst lieber den Helm brechen!"
